Auf den Spuren von „Ice age“

Die Teilnehmer hatten viel Spaß auf dem eiszeitlichen Entdeckerpfad. Foto: Beate Butsch

Naturschutzjugend auf dem eiszeitlichen Entdeckerpfad

Oegenbostel. Im Rahmen des Projektes zur Erkundung der Landschaftsgeschichte trafen sich die Kids und Teens der Naturschutzjugend am eiszeitlichen Entdeckerpfad. Axel Neuenschwander demonstrierte die Schneelagen, die zur Gletscherbildung führten, an einem Globus und an einer Panoramakarte. Den Transport der Gesteinsmassen im Gletscher erlebte die Gruppe mit einem transparenten Wackelpudding, den Janine mitgebracht hatte: über eine mit Kies und Steinen bestreute Rutsche glitt der Pudding zäh fließend und verleibte sich dabei Sand und Steine ein. Die Lage der Steine im Gletscher zeigt auch die Skulptur „Eiswürfel“ sehr anschaulich. Der Blick in die Kiesgrube fiel gleich auf die Bereiche, die noch nicht mit Maschinen abgeflacht waren. Die Steilhänge lassen ganz unterschiedliche Schichten von Kies, Sand und Steinen erkennen. Angeregt wurde diskutiert, wodurch die Sortierung und Schichtung entstanden sein mag. Man stellte sich vor, dass vor Beginn der Eiszeiten die Geländehöhe hier auf Meeresspiegelniveau lag und dass man sich hier vor drei Millionen Jahren am liebsten in Badehose aufgehalten hätte.
An der Sortiermaschine erläuterte Milan die Einteilung der Gesteine, ergänzt durch Beispiele von Beate Butsch. Patrick führte sein selbst gefertigtes Feuersteinmesser vor, und schon war der Bezug zu den Lebensbedingungen der Menschen in der Eiszeit und den mit ihm vorkommenden Tieren gefunden. Nach so viel Infos passte es wunderbar, in dem alten, bereits bewachsenen Kiesgrubenteil ausgiebig zu picknicken und zu toben. Mit vereinter Kraft wurde dann noch der große Stein auf den Schienen ein Stück weit bewegt. Die Gruppe staunte nicht schlecht, dass die Geschwindigkeit der vorrückenden Gletscher während der Kaltzeiten nur selten mehr als 100 m pro Jahr betragen hat und dass von den transportierten Steinen durch Abrieb während des Transportes vermutlich nur ein Bruchteil übrig blieb.
Wer also Lust hat, die Geschichte und Entwicklung der Wedemärker Landschaft
zu erkunden, kann sich bei Axel Neuenschwander unter Telefon (0 51 30) 58 35 49, oder Beate Butsch, (0 51 30) 4 06 13 melden. Eltern und Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.