Ausflug in die Oberlausitz

Die Wedemärker Landfrauen waren in der Oberlausitz.

Wedemärker LandFrauen bekamen viel zu sehen

LandFrauenverein Wedemark. In diesem Jahr führte die mehrtägige Fahrt des LandFrauenvereins Wedemark in die Oberlausitz. Als erstes wurde die 1000-jährige Stadt Bautzen mit ihrer wunderschönen historischen Altstadt besichtigt. Bautzen ist eine zweisprachige Stadt. Hier leben noch viele Sorben mit ihrem alten Kulturgut und ihrer eigenen Sprache.Auch an die traurige Vergangenheit des Bautzener Gefängnisses wurde erinnert. In der Stadt Görlitz bezogen die LandFrauen Quartier direkt am Grenzfluß zwischen Deutschland und Polen, der Neiße. Eine Stadtbesichtigung erfolgte zu Fuß mit anschließendem Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Peter. Die Orgel wurde neu renoviert und die LandFrauen staunten über die vielen Möglichkeiten des Orgelspiels. Die größten sowie die kleinsten Orgelpfeifen wurden angestimmt. Das Schlagen der Nachtigal und das Rufen des Kuckucks waren zu hören. Weiter ging es zum Löbauer Turm, von dort hatte man einen schönen Blick in die Oberlausitz. Der Ort Obercunnersdorf ist Zentrum der Oberlausitzer Umgebindehäuser. In diesem Ort stehen noch 262 Umgebindehäuser, die gut erhalten sind. Der Ort hatte an einem europäischen Blumenwettbewerb teilgenommen und gewonnen, dieses strahlte der Ort noch aus. Ein Besuch in den Werkstätten der bekannten Herrnhuter Sterne in Herrnhut fehlte nicht, wo die Möglichkeit zum Einkauf gegeben war. Eine Führung durch die Kirche der Herrnhuter Brüdergemeine schloß sich an und die LandFrauen erfuhren, wie es zu diesem Zusammenschluß kam. Natürlich durfte auch ein Besuch in Großschönau im Deutschen Damast- und Frottiermuseum nicht fehlen. Die vielen alten Webstühle beeindruckten. Wie mühsam ist doch früher Damast gewebt worden. Die Webstühle, Textilmaschinen und Stoffe stammten aus 3 Jahrhunderten. Die Fahrt durch das Zittauer Gebirge nach Oybin war beeindruckend, dort wurde die alte historiche Dampflok bestiegen mit der die LandFrauen nach Zittau fuhren. Hier erfolgte eine Stadtbesichtigung mit ausführlicher Erklärung des großen Fastentuches aus dem Mittelalter. Ein Folkloreabend mit dem Heimatverein Jonstorf beschloß die schöne Fahrt. Am nächsten Tag auf dem Rückweg in die Wedemark wurde noch ein Stop am Kloster St. Marienstern und in der Stadt Kamenz eingelegt. Bevor die reisefreudigen Damen die Wedemark erreichten, bedankten sich Marion Freudenberg in musikalischer Weise und Ilse Schmidt im Namen aller LandFrauen bei Annemarie Döpke für die ausgezeichnete Organisation und Leitung dieser Fahrt. Die LandFrauen freuen sich bereits jetzt, wenn es im nächsten Jahr wieder los geht.