Busfahrt nach Hildesheim

Gertrud Eckardt brachte den Reisenden die Stadt Hildesheim näher.

LandFrauen erfahren viel Wissenswertes

LandFrauen Wedemark. Geführt von der temperamentvollen Gästeführerin Gertrud Eckardt hatte sich der LandFrauenverein Wedemark dieses Mal die Stadt Hildesheim
als Ziel ausgesucht. Während der Busfahrt dorthin, berichtete Gertrud Eckardt spannend viel Wissenwertes über die bernwardische Epoche sowie die nordische und fränkische Epoche. Die Bekehrung zum christlichen Glauben erfolgte ab dem 800. Jahrhundert. Ab diesem Zeitpunkt wurden die ersten Kirchen und Klöster gebaut. Zentren in denen Bildung erfolgte, waren die Klöster. Wurden die adeligen Frauen nicht jung verheiratet, so gingen sie ins Kloster. Dort erhielten sie eine gute Ausbildung. Sie konnten lesen, schreiben, spinnen und weben. Somit waren die Frauen in späteren Jahren begehrte Ehefrauen. Seit 1985 sind in Hildesheim der
Hildesheimer Dom und die St.-Michaelis-Kirche Unesco Weltkulturerbe. Diese beiden Gebäude sind außergewöhnliche Zeugnisse der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich. Der katholische Dom beeindruckt durch seine Bronzegüsse. Hervorzuheben sind hier die Christussäule und die Bernwardtür, die Szenen auf dem Alten und Neuen Testament darstellen. Ein prachtvoller Radleuchter mit 72 Kerzen ist im Langhaus des Domes aufgehängt. Die ursprünglich katholische, seit der Reformation evangelisch-lutherische Michaelis-Kirche, wurde 1.000 Jahre alt und von
Bischof Bernward von Hildesheim erbaut. Sie erhebt sich wie eine Burg über dem alten Stadtkern Hildesheim und ist ein Paradebeispiel ottonischer Baukunst. Sie gilt als eine der schönsten frühromanischen Kirchen in Deutschland. Die Gründung wird mit einer wunderschönen Legende geschmückt. Es soll die Nachlässigkeit des Kaisers Ludwig I. der Fromme gewesen sein, der bei der Jagd sein Kreuzreliquiar verlor. In einem Rosenstock fand er es wieder. Zum Dank ließ er, so die Legende, an
dieser Stelle eine Marienkirche bauen. Somit wurde der Rosenstock unsterblich. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg, als er brannte, ist er später wieder ausgetrieben.