„Chronik und Geschichten aus Wiechendorf“ vorgestellt

Als Dank für die Arbeit und das große Engagement überreichte Ortsbürgermeister Jürgen Kowahl Annemarie Buschbaum einen großen Blumenstrauß. Foto: L. Irrgang

Riesiges Interesse bei Vorstellung des Werkes von Annemarie Buschbaums

Scherenbostel (ig). Das Interesse der Wiechendorfer an ihrer Chronik war gewaltig; damit jeder bei der Vorstellung des Werkes von Annemarie Buschbaum dabei sein konnte, wurde die offizielle Präsentation in der Turnhalle der ehemaligen Schule von Scherenbostel vorgenommen. Sichtlich freute sich die Verfasserin des 315seitigen Werkes über die vielen Gäste. Vieles habe sie bei ihrer Recherche entdeckt, „es war eine sehr lebendige Zeit mit den Wiechendorfern, immer wieder etwas Wichtiges, Verborgenes und Interessantes ausfindig zu machen, ich glaube, das hat sich gelohnt.“ Vieles was durch die Arbeit Buschbaums auf den Höfen in Wiechendorf zutage kam und etwa auf Dachböden oder Scheunen gefunden wurde, war in kleiner Ausstellung im Vorraum zu sehen. Hier hing alte Wäsche, wie ein Taufkleid von 1899, mit welchem Kinder aus vier Generationen getauft wurden, allerlei Werkzeug, Töpfe, Briefe und Urkunden. Besonderer historischer Hingucker war die Feuerwehrspritze von 1902 aus Wiechendorf. Ihren Dank sprach Buschbaum allen Wiechendorfern aus, tatkräftig sei sie bei ihrer Arbeit unterstützt worden. „Es haben sich im wahrsten Sinne Scheunen geöffnet und so ist ein Fundus zusammengekommen, der Annemarie Buschbaum erstaunt hat“, betonte auch Ortsbürgermeister Jürgen Kowahl. Wie groß der Zuspruch und das Interesse der Einwohners Wiechendorf an ihrer Chronik sei, „zeigt die rappelvolle Turnhalle.“ Vor gut 1,5 Jahren sei es gewesen, so Kowahl, als erste Stimmen nach einer Chronik für Wiechendorf fragen, „und heute können wir diese vorstellen.“ Kowahl dankte Buschbaum für das gelungene Werk und überreichte einen großen Blumenstrauß. „Es hat mich sehr gereizt, mich mit Wiechendorf zu beschäftigen“, betonte Buschbaum, „bis 1908 war dies ja auch eine eigene Gemeinde.“ Durch die eckige Bauweise zeige Wiechendorf einen besonderen Schutz. „Hexen hatten keinen Zutritt, da an jeder Straßenecke Wiechendorfs ein Kreuzweg ist.“ Geschichte lebhaft machten zudem zahlreiche Wiechendorfer, die Auszüge aus der Chronik verlasen. Wie etwa das Kriegsende 1945 erlebt wurde und wie die Alliierten einrückten, „vier Jeeps und dahinter viele Panzer mit dem Geschützrohr auf das Dorf gerichtet.“ Weitere Auszüge wie ein auf plattdeutsch vorgelesener Teil oder erlebte Jagdgeschichten rund um Wiechendorf gaben einen sehr interessanten Einblick in die Vergangenheit.