Darwin Stanitzok Deutscher Vizemeister

Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft im Sportschießen: (hintere Reihe von links) Bastian Hauschild, Benjamin Drescher, Darwin Stanitzok; (vordere Reihe von links): Jana Eickmann, Julia Hauschild, Lina Brückweh mit dem Bissendorfer Vereinsmaskottchen „Bär“.
 
Ebenfalls bei den Deutschen Meisterschaften dabei: (von links) Darwin Stanitzok, Niklas Thurow, Jürgen Wallowsky, Sandra Hornung, Lina Brückweh, Dunja Pluschke, Mannschaft des Niedersächsischen Sportschützenverband beim RWS-Shooty-Cup.

Deutsche Meisterschaften im Sportschießen: SG Bissendorf mit guten Ergebnissen

Bissendorf. Für die Deutschen Meisterschaften im Sportschießen konnten sich auch in diesem Jahr Mitglieder der Schützengesellschaft Bissendorf qualifizieren. An insgesamt zwölf Tagen kämpften Sportschützen aus ganz Deutschland auf der ehemaligen Olympiaschießsportanlage in München-Hochbrück um die Deutschen Meistertitel. Von der Schützengesellschaft Bissendorf gingen Jana Eickmann, Julia Hauschild, Lina Brückweh, Darwin Stanitzok, Bastian Hauschild, Benjamin Drescher und Heinrich Schielke an den Start.
Gleich am ersten Wettkampftag starteten Jana Eickmann und Julia Hauschild mit der Luftpistole. Jana belegte mit 355 Ringen in der B-Juniorinnenklasse den 29. Platz und Julia konnte trotz einer während des Wettkampfes vorgenommenen Reparatur ihrer Luftpistole in der Damenklasse noch 358 Ring erzielen und belegte Platz 70. Ebenfalls von der SG Bissendorf war der Junior Bastian Hauschild mit dabei. Ihm war es gelungen, in insgesamt vier Disziplinen die Qualifikation für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft zu erzielen. Aufgrund von Mannschaftszusammenschlüssen mit anderen Vereinen startete er aber für den SV Rickensdorf. Mit der Luftpistole erzielte er 548 Ring, belegte Platz 31 und in der Mannschaftswertung sogar den siebten Platz. Am gleichen Tag musste er noch mit der Olympischen Schnellfeuerpistole an den Start. Mit 503 Ringen konnte er den zwölften Platz erzielen und in der Mannschaftswertung reichte es sogar für Platz fünf. Nur einen Tag später folgte der Start mit der Freien Pistole. Mit einem super Ergebnis von 519 Ringen erzielte er hier den zehnten Platz und es fehlten nur vier Ring zum Einzug in das Finale. Die Mannschaft belegte den vierten Platz und hier hatten nur elf Ring zur Bronzemedaille gefehlt. Nach einem Tag Pause erzielte er dann noch mit der Sportpistole 521 Ring und den 23. Platz.
Nach fünf Tagen ging es von München zurück in die Wedemark, um drei Tage später für die nächsten Wettkämpfe wieder nach München zu fahren. Nun gingen die Jüngsten, die Schüler (zwölf bis 14 Jahre), an den Start. Mit Startrecht für Bissendorf gelang vom Schützenverein Meitze Darwin Stanitzok mit der mehrschüssigen Luftpistole mit 29 Treffern ein sensationell gutes Ergebnis in der Schülerklasse. Im Stechen um den Deutschen Meistertitel unterlag Darwin nur knapp, konnte sich aber über die Silbermedaille und somit den Deutschen Vizemeistertitel freuen. Nur vier Stunden später folgte sein Start mit der Luftpistole. Nach der aufregenden Siegerehrung für den Vizemeistertitel konnte er in dieser Disziplin noch 176 Ring und damit Platz 21 erzielen und in der Mannschaftswertung wurde für den Post SV Hameln der achte Platz belegt. Bei den Schülerinnen erreichte Lina Brückweh mit 160 Ringen den 55. Platz mit der Luftpistole und mit der mehrschüssigen Luftpistole erzielte sie Platz 32 mit 13 Treffern.
Bei den allgemeinen Behindertenwettbewerben ging vom Schützenverein Meitze Benjamin Drescher, der auch im Bissendorfer Verein Mitglied ist, an den Start. Mit der Luftpistole erzielte er mit 459 Ringen den 26. Platz und in der Disziplin mehrschüssige Luftpistole belegte er mit 16 Treffern Platz 17. Der Schützenverein Meitze hat im letzten Jahr eine Behindertensportabteilung gegründet und würde sich über Zuwachs in dieser Abteilung freuen. Informationen gibt es auf der Internetseite des Vereins (www.schuetzenverein-meitze.de).
Heinrich Schielke, ebenfalls Mitglied in der SG Bissendorf, hatte sich für den SV Kaltenweide qualifiziert und erzielte in der Disziplin KK 3 x 20 mit 552 Ringen den 25. Platz in der Seniorenklasse und im Liegendkampf reichte es mit 589 Ringen sogar zu Platz elf und in der Mannschaftswertung für Platz zehn. Während des Jugendwochenendes bei den Deutschen Meisterschaften findet nunmehr seit 18 Jahren der sogenannte RWS-Shooty-Cup statt. Bei diesem Wettkampf treten Schülermannschaften aus den Landesverbänden des Deutschen Schützenbundes gegeneinander an. Von der Schützengesellschaft Bissendorf durften in diesem Jahr Dunja Pluschke, Lina Brückweh und Darwin Stanitzok gemeinsam mit Niklas Thurow vom SV Vinnhorst den Niedersächsischen Sportschützenverband in München vertreten, nachdem sie den Ausscheidungswettkampf in Niedersachsen mit nur zwei Ring Vorsprung für sich entscheiden konnten. Anders wie bei den Wettkämpfen um die Deutschen Meisterschaftstitel geht es bei diesem Vergleichskampf hoch her. Hunderte von Zuschauern feuern ihre Mannschaften an und die sonst eher Ruhe gewohnten Schützen müssen mit einem sehr hohen Geräuschpegel, Jubel, Applaus und der Livekommentation zurechtkommen. Mit der Luftpistole erzielte Darwin 187 Ring (Platz sieben), Lina 170 Ring (Platz 19) und mit dem Luftgewehr Niklas 187 Ring (Platz 18) und Dunja 184 Ring (Platz 24). In der Mannschaftswertung konnten sie mit 718 Ringen den achten Platz erzielen und sich somit den Einzug in das Finale sichern. In diesem Finale gehen für die Mannschaften zugeloste Top-Schützen, Teilnehmer von Europa- und Weltmeisterschaften, Olympiateilnehmer und Bundesligaschützen an den Start. Die Nationalkaderschützen Jürgen Wallowsky (Luftgewehr) und Sandra Hornung (Luftpistole) schossen mit einem Finalergebnis von genau 200 Ringen die Niedersachsen-Auswahlmannschaft schließlich noch auf den sechsten Platz. Ein Wettkampf, an den sich alle Beteiligten noch lange und gern erinnern werden.
Mit den erzielten Ergebnissen bei den Deutschen Meisterschaften und dem RWS-Shooty-Cup sind die Trainer, Betreuer und natürlich auch die Vereinsvorstände  mehr als zufrieden und hoffen, dass auch im nächsten Jahr mehrere Qualifikationen zu den Deutschen Meisterschaften erzielt werden können.