Den Ernstfall geübt

Freiwillige Feuerwehren üben im Brandhaus den Ernstfall

Feuerwehr Wedemark. Kürzlich konnten die Freiwilligen Feuerwehren Elze und Bissendorf einen Tag im Brandhaus der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst in Faßberg verbringen. An diesem Tag sollten die Feuerwehrmänner und -frauen gemeinsam das von der Gemeindefeuerwehr Wedemark eigens entwickelte Konzept zur Ausbildung der Atemschutzgeräteträger/innen umsetzen. Bereits seit über zwei Jahren bilden alle Feuerwehren der Wedemark nach diesem Konzept aus. Ziel ist es, die Atemschutzgeräteträger/innen aller Wehren in einer einheitlichen Vorgehensweise zu schulen und auf einen gleichermaßen guten Ausbildungsstand zu bringen. Nun war es für die Feuerwehren Elze und Bissendorf an der Zeit, das Erlernte unter Beweis zu stellen. Für jede Übung platzierten die Ausbilder mehrere Puppen im Brandhaus, die “gerettet“ werden mussten. Danach legten sie einige Feuer, woraufhin sich Hitze entwickelte und das Brandhaus verqualmte. Jetzt galt es, bei Nullsicht, verschiedene Übungen mit jeweils drei bis vier Trupps zu absolvieren. Geübt wurden unter anderem das richtige Vorgehen beim Innenangriff, das Suchen von vermissten Personen und deren Rettung, sowie die Brandbekämpfung. Des Weiteren trainierten die Atemschutzgeräteträger/innen das taktische Belüften von Räumen, um bessere Sichtverhältnisse zu schaffen und so Personen schneller aufzufinden. Bei Nachbesprechungen analysierten die Ausbilder die Vorgehensweisen der Trupps und zeigten gegebenenfalls Verbesserungen auf, wodurch alle Anwesenden Neues dazu lernen konnten. Da die Übungen unter annähernd realen Bedingungen stattfanden, konnten die Teilnehmer/innen wertvolle Erfahrungen sammeln, die sonst nur schwer im normalen Übungsdienst zu vermitteln sind. Es war ein rundum gelungener Tag, der gezeigt hat, dass die Gemeindefeuerwehr für kommende Aufgaben bestens gewappnet ist.