Drei Tage in vier Ländern

LandFrauenverein besuchte die nördlichsten Bundesländer

LandFrauenverein Wedemark. Unter der bewährten Leitung von Annemarie Döpke reiste der LandFrauenverein Wedemark in diesem Jahr in die vier nördlichsten Bundesländer Deutschlands. Zuerst wurde der Gemüsegarten Hamburgs – genannt Vierlande – besucht. Neben dem Anbau von Gemüse und Küchenkräutern werden dort Blumen in großen Gewächshäusern gezüchtet. 850 Gartenbaubetriebe sind dort ansässig, doch leider stehen schon viele Gewächshäuser leer, da es an der Betriebsübernahme durch die jüngere Generation scheitert. Die gesamten Waren werden auf dem 21 Kilometer langen Wasserweg nach Hamburg gebracht und dort vermarktet.
Weiter ging die Fahrt durch den Sachsenwald nach Friedrichsruh, wo der erste deutsche Reichskanzler Otto von Bismark gelebt hat. Der Deutsche Bundestag beschloß, den ersten Reichskanzler durch die Errichtung einer selbstständigen Stiftung zu würdigen. Die Wirkungen von Bismarks Politik sind bis in unsere Gegenwart spürbar. Diesen Zusammhang von Gegenwart und Vergangenheit zu verdeutlichen, Kenntnis von der wechselvollen Geschichte der Deutschen vom Kaiserreich bis zur jüngsten Gegenwart zu vermitteln, das Geschichtsbewusstsein zu vertiefen und damit zum Verständnis der Entwicklung unseres Gemeinwesens beizutragen, sind wesentliche Anliegen der Stiftung.
Danach wurde die Till Eulenspiegel-Stadt Mölln besucht. Stadtführer zeigten den LandFrauen die hübsche Altstadt und vermittelten viel Wissenwertes über Mölln.
Der zweite Tag galt der Stadt Ratzeburg. Zunächst ging es mit einer Stadtführerin im Bus durch die Stadt. Ratzeburg ist an vier Seen gelegen und gleichzeitig von einer waldreichen Landschaft umgeben. Hier in Ratzeburg kann man seinen Jagdinstinkt erwachen lassen und auf den „Spuren des Löwen“ die Stadt erkunden. Nicht versäumen sollte man die Skulptur von Ernst Barlach „der blinde Bettler“. Eine ausgiebige Bootsfahrt gehörte natürlich ebenso zum Programm.
Am Vormittag des dritten Tages wurde noch einmal Ratzeburg zu Fuß erkundet. Dann ging die Fahrt weiter zum Biospährenreservat Schaalsee. Mit einem naturschonenden Elektroboot ging es für eineinhalb Stunden auf dem mecklenburgischen Teil des Sees, in das südliche Naturschutzgebiet. Der nördliche Teil ist gesperrt. Die Weiterfahrt führte zur niedersächsischen Samtgemeinde „Amt Neuhaus“. Dieses Gebiet gehört nach dem Staatsvertrag vom 01.10.1993 zu Niedersachschen. Dann wurden noch die Marschhufendörfer Popelau und Konau am Elbdeich besucht. An der Steinpyramide wurde an das ehemalige Dorf Vockey erinnert, welches während der deutschen Teilung zwangsevakuiert und abgerissen wurde. In der Nähe vom Dorf Tripka wurde die aktive Wanderdüne im Waldgebiet von Stixe mit ihren teils verschütteten Kieferbäumen besucht. Die Heimreise führte dann über die Elbbrücke Dömitz und Ülzen, mit einer kurzen Pause am Hundertwasserbahnhof, in die Wedemark zurück.