Elzer Frauentreff lud ein

Ein Abend über das Thema Nahtoderfahrungen

Frauentreff Elze. „Und im Himmel, da sehen wir uns wieder!” heißt es in einem Schlager. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Dass diese Frage viele Menschen beschäftigt, zeigte der dicht besetzte Zuhörerraum im Gebäude der alten Post in Elze. Zu dem Thema Nahtoderfahrungen hatte der Frauentreff der Elzer Kirchengemeinde eingeladen. Zu Gast war Dr. Harms, der sich mit den unsichtbaren Gegebenheiten des Daseins beschäftigt. Er weiß, dass der skeptische Mensch des 21. Jahrhunderts sehr verstandesbetont ist und handfeste Beweise haben will.
Was verbirgt sich hinter diesem Begriff Nahtoderfahrung? Das sind Berichte von Menschen über ihre Erlebnisse während der Reanimation und ihrer Zeit in Todesnähe. Dr. Harms stellte Bücher vor, in denen sich die Verfasser mit diesem Thema auseinandersetzen. Der Gehirnforscher Eben Alexander schrieb einen Bestseller über seine Erlebnisse während seiner siebentägigen Komazeit (deutscher Titel „Blick in die Ewigkeit“). Als seriöser Wissenschaftler ist er davon überzeugt, dass das Phänomen „Nahtoderlebnis“ durchaus ernst zu nehmen ist.
Jenseits-Theorien sind weltweit vieltausendfach dokumentiert und waren auch schon im Mittelalter bekannt. Der niederländische Maler Hieronymus Bosch, geb. 1450, hat in seinen Bildern bereits Visionen aus dem Jenseits dargestellt.
An diesem Abend wurden von Dr. Harms Videoaufzeichnungen des Netzwerkes Nahtoderfahrung gezeigt. Werner Huemer, der diesem Netzwerk angehörende Interviewer, beschäftigt sich damit, die Themen Tod und Jenseits aus der Tabuzone zu holen. Er befragt in Gesprächen Betroffene nach ihren Erlebnissen in der Zwischenwelt.
Auch Pim van Lommel, ein holländischer Herzspezialist, zweifelt die herkömmliche Auffassung von Leben und Tod an. In einer zehnjährigen Studie mit hunderten Herzstillstand-, also klinisch toten Patienten, hat er diese nach ihren Nahtod-Erfahrungen befragt und ist zu der Überzeugung gelangt, dass das Bewusstsein nach dem Tod nicht aufhört zu existieren.
Die bewegenden und eindrucksvollen Schilderungen Betroffener ähneln sich in bemerkenswerter Weise. Es stellt sich bei ihnen nach dem lebensbedrohlichen Ereignis eine Schmerzlosigkeit und Leichtigkeit ein. Die Patienten verlassen ihren Körper und beobachten aus einer Entfernung das reale Geschehen um sie herum als feinstoffliche Wesen. Dann durchqueren sie einen Tunnel und werden mit einem wohltuenden hellen Licht und von Verstorbenen empfangen. Das ganze Leben läuft noch einmal vor ihnen ab und sie wollen oft nicht zurück ins Leben. Es gibt spirituell veranlagte Menschen, die mediale Kontakte zu Personen im Jenseits herstellen können. In einem Video erzählt Ingrid Offner, dass sie auch hellsichtig ist. Sie bietet sich den Interessierten, die den Wunsch haben, mit Verstorbenen in Kontakt zu treten, als Medium an. Das sehr reale Wissen der Medien über Verstorbene verblüfft die Wissenschaft.
Dieser Abend hat sicher auch viele Zuhörer verblüfft und dazu beigetragen, eigene Ansichten über Leben und Tod zu überdenken.