Ernährung wichtiger Faktor für Senioren

Dill aus Kenia? Ernährungsberaterin Annette Schrader (rechts) nimmt die Lebensmittel mit den Senioren genauer unter die Lupe. (Foto: S. Birkner)

Ernährungsvortrag der Verbraucherzentrale im REWE-Markt

Mellendorf (sb). Schon die Eingangsabteilung des REWE-Markts von Mareile und Norbert Zwingmann bot für Annette Schrader eine Fülle von Gesprächsthemen. Am vergangenen Dienstag führte die Ernährungsberaterin von der Niedersächsischen Verbraucherzentrale eine rund 20-köpfige Seniorengruppe durch das Geschäft und gab dabei eine Menge nützlicher Tipps rund um das Thema Ernährung. Ob es über die Herkunft des Saisonobstes, in dieser Zeit Äpfel, oder die Wertigkeit von Bioprodukten ging – Schrader, die für den Vortrag extra aus Stade angereist war, hatte zu jedem Lebensmittel die passenden praktischen Erläuterungen.
„Ich mache derartige Führungen im Rahmen der Verbraucherzentrale rund 25 Mal im Jahr“, berichtete Schrader. Die Führung sei speziell an den Bedarf von Senioren angepasst worden und helfe diesen, besser auf ihre Gesundheit zu achten. „Besonders im Alter haben alle Menschen eine deutliche Tendenz zum Übergewicht. Viele Senioren sind sich nicht bewusst darüber, dass das Gewicht zu großen Teilen von der richtigen Ernährung bestimmt wird“, sagte Schrader.
Zuvor hatte Schrader in der Mensa der Berthold-Otto-Schule einen eineinhalbstündigen Vortrag mit dem passenden Titel „Gesunde Ernährung vor allem für Senioren“ gehalten. „Dort habe ich den Seminarteilnehmern zum Beispiel den so genannten Ernährungskreis und Bewegungsübungen im Alltag näher gebracht“, erläuterte Schrader im Rahmen des Rundgangs.
Initiiert worden war die Aktion von Rainer Gerth aus dem Wedemärker Seniorenbeirat. „Nachdem das Thema Ernährung in dem Gremium des öfteren zur Sprache gekommen war, habe ich die Aktion kurzerhand bei der Verbraucherzentrale angeregt“, sagte er. Prompt sei Zusage zum Besuch Schraders gekommen. Besonders freuten sich Gerth und die anderen Teilnehmer darüber, dass über sämtliche Inhaltsstoffe der untersuchten Produkte Auskunft gegeben wurde. „Wir haben nicht nur Frische und Herkunftsland, sondern besonders auch das Kleingedruckte auf Zutaten untersucht, die ungesund oder schwer bekömmlich sein können“, sagte Gerth.