Frauen im Islam

Interessiert lauschten die LandFrauen dem Vortrag.

Vortrag bei den LandFrauen

LandFrauen Wedemark. Barbara Janocha, Religionswissenschaftlerin berichtete beim letzten Treffen der LandFrauen Wedemark über die Frauen im Islam. Ob Islam oder Christ, manche sind sehr gläubig und andere wieder nicht. Wer sich zum Islam bekennt trägt Kopftuch oder auch nicht. Die Einwanderungswelle in den 60er Jahren hat stark die Vorstellung vom Islam geprägt. Wenn die muslimischen Frauen beten, tragen sie ein Kopftuch. Im Islam stehen die Frauen unter der Vormundschaft des Vaters oder des Mannes. Es galt als Schande nur Töchter zu haben. In der Regel sind nur Söhne erbberechtigt. Im Höchstfall bekommt ein Mädchen die Hälfte. Ein Knabe soll so viel Anteil haben wie zwei Mädchen. Früher forderte das preußische Landrecht Gehorsam von der Frau gegenüber dem Mann und gesteht diesem das Recht zu, die ungehorsame Frau zu schlagen. Islamische Frauen, die in anderen Ländern niemals zu Gehör kommen, möchten trotz ihres Glaubens selbstständig werden. Im Islam darf ein Mann mehrere Frauen haben; aber nur so viele, so vielen er gerecht werden kann. Er muss alle Frauen gleich behandeln. Die Menschen leben in Stammesverbänden zusammen. Muslimische Männer dürfen muslimische, christliche und jüdische Frauen heiraten. Andersgläubige Frauen dürfen dann durchaus ihre Religion ausüben. Muslimische Frauen dürfen nur muslimische Männer heiraten. Das Tragen des Schleiers war ein Sonderrecht der freien Frau und zeigte die Zugehörigkeit zum Haus Mohammeds. Wer Sklavin oder Prostituierte war, durfte keinen Schleier tragen. Der Koran schreibt vor, dass die Frauen ihre Übergewänder reichlich über sich ziehen sollen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie nicht belästigt werden. Eine rege Dikussion folgte dem informativen Vortrag.