Fünf Jahre SB-Frischmarkt Pagel in Resse

Seit fünf Jahren gibt es den Frischmarkt Pagel am neuen Standort.

Resser feierten den Geburtstag mit Reden, einem Imbiss und Getränken

Bürger für Resse. Vor fünf Jahren gründeten 103 Resser Bürger eine Genossenschaft und bauten einen Lebensmittelmarkt. Fünf Jahre nach der Gründung der Genossenschaft „Infrastruktur für Resse eG“ sollte es eine Feier geben. So war die einhellige Meinung der Mitglieder (Genossen), des Aufsichtsrates und des Vorstandes, der am 04.06.2014 die Genossenschaftsmitglieder und alle Mitstreiter und Unterstützer der Gründung zu einer Feier ins Mooriz einlud. Hannelore Gabel, Aufsichtsratsvorsitzende seit Gründung, konnte über 60 Personen im Mooriz begrüßen. Uli David, Sprecher des Vorstands, moderierte die Veranstaltung und erteilte das Wort an Konstanze Beckedorf, die die Grüße von Bürgermeister Zychlinski und den Mitarbeiterinnen und Mittarbeitern der Gemeindeverwaltung überbrachte. Frau Beckedorf brachte Ihre Freude über die zu feiernden 5 erfolgreichen Jahre des Lebensmittelmarktes und über die spürbar gute Entwicklung des Dorfes seit Bestehen des Bürgervereins, auf dessen Initiative die Genossenschaftsgründung zurückzuführen ist, zum Ausdruck. Sie wünschte den Mitgliedern, und den Genossenschaftsgremien sowie den Bürgern von Resse weiterhin viel Erfolg. Sie bot die Bereitschaft der Gemeinde an, auch weiterhin Projekte, die Resse in den letzten Jahren nicht nur in der Region Hannover bekannt gemacht haben, zu unterstützen. Sie endete mit den Worten: „Ich freue mich, dass Resse ein Dorf in der Gemeinde Wedemark ist, auf dass wir alle stolz sein können. Weitere Grußworte kamen vom Ortsbürgermeister Jörg Woldenga, von Jochen Pardey, dem 1. Vorsitzenden des Bürgervereins und vom Genossenschaftsverbandsprüfer Knocks, der darauf hinwies, dass die Resser Genossenschaft mit Ihrem Lebensmittelmarkt im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs „Kommunale Kooperation“ mit dem GenoPortal AWARD 2010 ausgezeichnet wurde. Diese
höchste genossenschaftliche Auszeichnung, vergeben für das Resser Projekt, unterstreicht die Bedeutung des Projektes auch auf bundesweiter genossenschaftlicher Verbandsebene. Prof. Dr. Axel Priebs, Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover und stellvertretender Regionspräsident hielt die Festrede. Er referierte über das Thema „Perspektiven und Entwicklungen des ländlichen Raumes“ und brachte damit die Resser Aktivitäten in Verbindung. Er betonte, dass für den in der Zukunft zu erwartenden Demografischen Wandel große Anstrengungen aller Beteiligten erforderlich seien. Hier habe Resse sich nicht nur in der Region Hannover eine „Leuchtturmposition“ erarbeitet. Der Demografische Wandel, so führte Prof. Priebs weiter aus, würde nach derzeitiger Einschätzung wohl nicht zu einer nennenswerten Abnahme der Bevölkerung in der Region Hannover führen, wohl aber zu einer völlig anderen Zusammensetzung der Altersgruppen der Bevölkerung. So ist abzusehen, dass der Anteil älterer Menschen in Zukunft größer wird. Dafür sind in den Städten und Gemeinden erhebliche Anstrengungen zur Schaffung einer altersgerechten Infra- und Wohnstruktur zu schaffen. Hier liege aber auch die Chance für dörflich geprägte Strukturen, dafür zu sorgen, dass altersgerechte Strukturen entstehen. Diese Aussage griff Karl-Heinz Müller in seiner Dankesrede für die vielen ermunternden Grußworte und Vorträge auf und wies darauf hin, dass es eine der wesentlichen Schwerpunkte der zukünftigen Resser Bürgerinitiativen sein muss, die bestehende Wohnraumsituation an die Wohnbedürfnisse der älter werdenden Bevölkerung anzupassen und dafür die Voraussetzungen zu
schaffen. Eine Aufgabe, die nur zusammen mit den Mitgliedern aus der Orts- und Gemeindepolitik und Verwaltung zu bewältigen sei. Alle Resser Bürger sind aufgefordert, an dieser Entwicklung teilzunehmen. Nach einem von Bäcker und Schlachter des genossenschaftlichen Lebensmittelmarktes gesponserten Imbiss und aufmunternden Getränken, endete die Feier in dem Bewusstsein der Resser, doch etwas Ordentliches zustande gebracht zu haben.