Hauptversammlung bei den LandFrauen

Andreas Pröve beim Verkauf seiner Bücher, die stark nachgefragt wurden.

Reisejournalist Andreas Pröve zu Gast in Schlage-Ickhorst

LandFrauen Wedemark. Zur Jahreshauptversammlung des LandFrauenvereins Wedemark hatten sich die Mitglieder im Vereinslokal in Schlage-Ickhorst versammelt. Nach der Begrüßung durch Margrid Heuer wurde das Protokoll der Jahreshauptversammlung von 2015 von Adeline Kühn vorgelesen und von den Mitgliedern des Vereins einstimmig genehmigt. Dann las Adeline Kühn den Jahresbericht 2015 vor. Anschließend gab Christine Eichholz den Kassenbericht bekannt. Gerda Brüggemann berichtete von der Kassenprüfung und beantragte Entlastung des Vorstandes, die vom Verein genehmigt wurde. Als neue Kassenprüferin wurde Ingeborg Bauer gewählt.
Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung präsentierte der Fotojournalist und Buchautor Andreas Pröve aus Wathlingen sein „Abenteuer Mekong – von Vietnam nach Tibet“ in Wort und Bild. Andreas Pröve verunglückte als 23-Jähriger schwer mit dem Motorrad und ist seit der Zeit querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Trotz dieses Handicaps hat er viele Abenteuerreisen unternommen. Begleitet wurde er von seinem indischen Freund Nagender. Der Mekong ist ein Strom in Südostasien, der sechs Länder durchfließt. Seine Länge wird mit circa 4.900 Kilometern angegeben. Damit ist er der drittlängste Fluss Asiens. In jedem Land, das er durchquert, hat der Mekong einen anderen Namen. Aufgrund seines riesengroßen Einzugsgebietes gilt der Mekong als die Lebensader des kontinentalen Südostasiens. Der Mekong durchfließt die Länder: Vietnam, Kambodscha, Thailand, Laos, China und Tibet. Seine Mündung führt in das Südchinesische Meer. Hier im Mekongdelta startete Andreas Pröve seine Abenteuerreise zur Quelle des Flusses in Tibet auf circa 5.200 Meter Höhe. In seinem Rollstuhl fuhr er in Pheom Penh zwischen den unglaublich vielen Mopeds hindurch. Auf seinem Weg zur Quelle isst er in jedem Land die heimischen Speisen. Er scheut sich nicht vor in Öl gebratenen Vogelspinnen oder Hundesuppe mit Gemüse. Zur Einreise nach Kombodscha musste er eine Quarantäneuntersuchung über sich ergehen lassen und für fünf Euro ein Fibertermometer kaufen; dafür bekam er allerdings einen Visastempel in seinen Pass. Um das Quellgebiet im tibetischen Hochland zu erreichen, benötigte Andreas Pröve eine umfangreiche Ausstattung wie Sauerstoffgeräte, Lastentiere, Zelte und vieles mehr. Im feuchten Hochland konnte er nicht mehr mit seinem Rollstuhl selber fahren und musste weite Strecken getragen werden. Die letzten 300 Meter zur tatsächlichen Quelle wurde dann doch nicht bewältigt. Vernünftigerweise musste Andreas Pröve hier aufgeben.