Heinrich Thies liest bei LandFrauen

Der neue Gesamtvorstand vom LandFrauenverein Wedemark: Ursula Wiechmann (von rechts), Renate Lindwedel, Kerstin Pannock, Renate Giesemann, Helga Bremus, Gabriele Goetze, Margrid Heuer, Sabine Backhaus, Adeline Kühn, Sabine Mohlfeld, Kirsten Teichfischer, Christine Eichholz, Gisela Plumhoff.
 
Heinrich Thies signiert seine Bücher am Büchertisch .

Margrid Heuer nach Neuwahlen weiter 1. Vorsitzende

LandFrauenverein Wedemark. Zur Jahreshauptversammlung des LandFrauenvereins konnte die Vorsitzende Margrid Heuer eine große Anzahl stimmberechtigter Frauen willkommen heißen. Nach der Begrüßung erhoben sich die Mitglieder zur Ehrung und zum Gedenken der verstorbenen Mitglieder im letzten Jahr. Turnusgemäß muss alle drei Jahre der Vorstand gewählt werden. Evelyn Faulstich und Hendrika Adam sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Margrid Heuer (erste Vorsitzende), Ursula Wiechmann (zweite Vorsitzende), Adeline Kühn (erste Schriftführerin), Renate Lindwedel (zweite Schriftführerin), Renate Giesemann (erste Kassenführerin), Sabine Mohlfeld (zweite Kassenführerin), Gisela Plumhoff (Pressewartin), Beisitzerinnen: Sabine Backhaus, Helga Bremus, Christine Eichholz, Gabriele Goetze, Kerstin Pannock und Kirstin Teichfischer. Die Beisitzerinnen unterstützen den Vorstand in vielfältigen Aufgaben.
Nach den offiziellen Regularien, hielt die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte der Gemeinde Wedemark Silke Steffen-Beck ein Kurzreferat über ihre Arbeit. Silke Steffen-Beck betreut Frauen, Männer und Flüchtlinge. Durch die hohe Zahl der Flüchtlinge, die zu gekommen sind, hat die Gemeinde Wedemark viel Arbeit zu erledigen. Es liegen zahlreiche Termine an. Auch das Thema häusliche Gewalt gehört zum Aufgabengebiet von Silke Steffen-Beck.
Danach referierte der Schriftsteller und HAZ-Redakteur Heinrich Thies aus Hademstorf über den Heidedichter Hermann Löns und seine zweite Ehefrau Lisa. Am 29. August 1866 wurde Löns in Culm in Westpreußen geboren und gestorben ist er im Ersten Weltkrieg, am 26. September 1914 in Frankreich. Schon zu Lebzeiten ist Löns, dessen Landschaftsideal die Heide war, als Jäger, Natur- und Heimatdichter sowie als Naturforscher und -schützer bekannt geworden. Löns wurde als erstes Kind von 14 Kindern geboren. Nach dem Abitur begann er auf Wunsch des Vaters Medizin in Greifswald zu studieren. Leider besuchte er gern die Studentenkneipen, so dass sein Studium nicht von Erfolg gekrönt war. Zum Scheitern seiner ersten und zweiten Ehe sollen seine Alkoholexsesse beigetragen haben. 1902 heiratete er in Hannover seine Arbeitskollegin Lisa Hausmann. In ihr fand er eine intellektuelle ebenbürtige und selbstbewusste Partnerin, die als Frauenrechtlerin galt. Als er von Lisa verlassen wurde, irrte er ein Jahr durch Europa, um Alimentenzahlungen zu entgehen. Große Popularität als Zeitungsschreiber erlangte er in Hannover durch seine satirischen Lokalplaudereien unter dem Pseudonym: „Fritz von der Leine“. Hermann Löns gilt als Heide-Dichter und Heimatschriftsteller. Wochenlang wohnte er in seiner Jagdhütte im Westenholzer Bruch. Sehr populär geworden ist der Kinofilm: „Grün ist die Heide“ mit Sonja Ziemann und Rudolf Prack. Besondere Bekanntheit erlangten seine vertonten Gedichte, die später als Heidelieder den Status von Volksliedern erlangten, so wie das Abendlied: „Rose Marie“. Heinrich Thies intonierte dieses Lied und viele Frauen stimmten mit ein. Danach neigte sich ein wunderbarer Nachmittag dem Ende zu.