Herausforderungen der Lebensphasen

Margrid Heuer (von links), erste Vorsitzende mit Dr. Petra Flind-Zehn aus Rotenburg, die über den Menschen referierte, und Ursula Wiechmann, stellvertretende Vorsitzende, beim LandFrauen-Treffen in Abbensen.

Referat beim LandFrauen-Treffen in Abbensen

LandFrauen Wedemark. Der ersten Vorsitzenden Margrid Heuer war ein großer Stein vom Herzen gefallen, dass Petrus für Autofahrwetter gesorgt hatte und alle zum Frühstück angemeldeten LandFrauen pünktlich am opulenten Frühstücksbüfett teilnehmen konnten. So erquickten sich alle Frauen erst einmal an den leckeren Speisen und danach flossen die Gespräche bei einem Gläschen Sekt oder gutem Kaffee munter fort. Nach dem gemeinsamen Frühstück sprach Dr. Petra Flind-Zehn über die Herausforderungen der verschiedenen Lebensphasen. Sobald der Mensch geboren ist, quakt er und nimmt seine Beziehung zu Mama auf. Sechs Wochen lächelt Mama in das Baby hinein, bis es zum ersten Mal selber lächelt. Durch die Hormonumstellung der Frau bei der Geburt bekommt der Mann zwei Kinder. Es ist nicht nur das Baby, welches betüttelt werden möchte, sondern auch die junge Mama benötigt Fürsorge und Liebe. Diese Fürsorge ist für die junge Mutter besonders wichtig. Woher soll man beim ersten Kind wissen, was los ist, wenn das Baby schreit. Mit 18 Monaten tritt das Kind in die anale Phase. Es sagt nein und will nicht, wenn Mama oder Papa wollen. Danach kommt die Phantasiephase. Die Mädchen machen aus dem Papa einen Prinzen und wollen ihn heiraten. Die Jungens sind an die Mama gebunden. Mit circa sechs Jahren wird das gleichgeschlechtliche entdeckt und die kleinen Kinder möchten über Leistung glänzen. Das macht Stress. In der Pubertät befindet sich das Gehirn im Umbau. Die Gruppe der gleichaltrigen wird immer wichtiger. Mit 20 gehen junge Leute heute aus dem Elternhaus und in die Welt hinein. Die Eltern geben ihnen Geld, Handy und Notfallnummer mit. Sie fühlen sich selbstständig und sind beim nächsten Kummer wieder zu Hause. Ab 25 Jahre kommen Werte ins Spiel, wie Hausbau und Familiengründung. Zwischen 30 und 40 Jahren fangen die ersten Anzeichen der Wechseljahre an. Unzufriedenheit kann nerven und Ehen gehen auseinander. Es kommt zu einer Neuausrichtung. Wenn nicht jetzt, wann dann? Viele übernehmen ein Ehrenamt. Man kann mit 50 Jahren durchaus noch etwas vollkommen Neues anfangen. Schnelligkeit, Belastbarkeit und Konzentration lassen zwar nach und man fragt nach dem Sinn des Lebens. Jeder Mensch sollte jeden Tag eine Stunde spazieren gehen und aufschreiben, was er alles gesehen und gehört hat. Wahrnehmung kann Depressionen beheben. Je vielfältiger die Sinne entwickelt werden, je mehr haben sie vom Leben. Wenn ich einen Schritt in meinem Leben nicht eingehalten habe, dann kann ich das nur selber ändern, nicht mein Partner, nicht meine Eltern und nicht meine Kinder. Selbst im hohen Alter kann ich noch viel erleben und auskosten, zum Beispiel Liebe schenken. Demut, was ist das? Dankbar hinnehmen, wie es gekommen ist.
Die anwesenden LandFrauen konnten viele Anregungen vom Vortrag mit nach Hause nehmen.