Leben in zwei Kulturen

Parvin Hemmeke-Otte (links) und rechts Margrid Heuer, erste Vorsitzende vom LandFrauenverein Wedemark, nach dem gelungenen Vortrag.

LandFrauen hörten interessanten Vortrag

LandFrauenverein Wedemark. Parvin Hemmeke-Otte war von Braunschweig in die Wedemark gekommen, um über ihr Leben in zwei Kulturen vor dem LandFrauenverein Wedemark zu berichten. Das übergroße Interesse an diesem Vortrag konnte daran erkannt werden, dass noch zahlreiche Stühle in den Vortragsraum gebracht werden mussten. Die Enge im Raum während des Vortrages störte niemanden; denn alle lauschten gespannt den Ausführungen von Parvin Hemmeke-Otte. 1979 hatte es im Iran eine Revolution gegeben und zahlreiche Unruhen folgten. Eigentlich wollte Parvin Hemmeke-Otte nach Teheran gehen, um Agrarwirtschaft zu studieren. Stattdessen entschloss sie sich, ihrem Bruder nach Kassel zu folgen. Im Iran wird das Abitur nach zwölf Schuljahren abgelegt. Aus diesem Grund musste sie in Deutschland als erstes das dreizehnte Schuljahr nachholen. Ihr Bruder wachte darüber, dass sie in Deutschland nicht auf Abwege geriet. Die Semesterferien wurden in der Heimat verbracht. Einmal kehrte Parvin Hemmeke-Otte früher zurück als ihr Bruder und schon war es geschehen. Sie lernte ihren späteren Mann kennen und wurde von seiner Familie herzlich aufgenommen. Im Iran lebte sie mit fünf Geschwistern, Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen und Cousin in einer Großfamilie zusammen. Im Iran gehören die Familien zusammen. Die Menschen brauchen einander. Die Kinder kümmern sich um die Eltern.  Durch ihre Schwiegermutter kam sie zu den LandFrauen und ist im Raum Braunschweig seit 16 Jahren Kreisvorsitzende vom LandFrauenverein. Im Iran ist noch eine Pistazienplantage zu bewirtschaften. Aus diesem Grund reist Parvin Hemmeke-Otte gemeinsam mit ihrem Gatten im September und Oktober dort hin.