Lehrgänge für Pferd und Reiter

Beim Vortrag lernten die Mitglieder des RFV Wedemark viel dazu.

Reit- und Fahrverein Wedemark lernt kräftig dazu

Reit- und Fahrverein Wedemark. Kürzlich gab es beim Reit- und Fahrverein Wedemark verschiedene Lehrgänge zur weiteren Ausbildung von Pferd und Reiter. So nutzten circa 20  Reiter die Gelegenheit intensiv mit dem erfahrenen Vielseitigkeitsreiter Andreas Weiser zu trainieren. An zwei Lehrgangstagen bestand die Möglichkeit einzeln Dressureinheiten zu absolvieren oder in kleinen Gruppen bei verschiedenen Parcours-Übungen das Springen zu verbessern. Für nicht wenige Paare war dies die Generalprobe, um die Vorbereitungen für die beginnende Turniersaison abzuschließen. Andreas Weiser, der selber Weltmeisterschaftsteilnehmer und A-Kader-Reiter war, legt in seinen Lehrgängen viel Wert auf die gymnastizierende Arbeit des Pferdes, die die Teilnehmer nachhaltig in ihre Trainingsroutine einbauen sollen. Das scheint gut bei den Reitern anzukommen – immerhin kommt Andreas Weiser schon seit einigen Jahren, meist im Frühling und Herbst, für Lehrgänge auf die Vereinsanlage in Hellendorf. Und auch ein Termin für den nächsten Lehrgang im Herbst konnte bereits gefunden werden. Einem anderen, aber nicht weniger wichtigen Thema widmeten sich viele interessierte Vereinsmitglieder. Bei einem Vortrag zum Thema „Erste Hilfe im Reitsport“ wurden unter der Leitung von Dr. Christian Schröter und dem angehenden Rettungssanitäter Robert Maas Grundlagen aufgefrischt und viele Reitsport spezifische Fragestellungen diskutiert. Dr. Christian Schröter ist Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie, er hat jahrelange Erfahrung in der Notfallmedizin und engagiert sich zudem in der Initiative „Ärzte im Reitsport“ des Club deutscher Vielseitigkeitsreiter sowie als Fachberater der Deutschen Reiterlichen Vereinigung für mehr Sicherheit im Reitsport. Eingangs berichtete Dr. Schröter von den Ergebnissen einer seiner Studien zu Reitsportverletzungen, die besagt, dass insbesondere Kopf, Arme und Wirbelsäule sowie die Altersgruppe der unter 20-jährigen Frauen und der über 60-jährigen Männern überdurchschnittlich häufig betroffen seien. Daran schloss sich der praktische Teil des Abends, bei dem unterschiedlichstes Sicherheits-Equipment wie Helme oder Airbag-Schutzwesten inspiziert, Verhaltensabläufe für Ersthelfer besprochen und konkrete Maßnahmen wie die stabile Seitenlage geübt wurden. Die anwesenden Vereinsmitglieder nutzten die Gelegenheit, um dem Fachmann Fragen zu stellen und ihre eigenen Erfahrungen zu teilen. Letztlich nahmen alle die Erkenntnis mit, dass jeder einem verunfallten Reiter helfen kann.