NABU erneuert Storchennest in Handarbeit

Das Storchennest wurde in handarbeit wieder hergerichtet.

Landwirt Christian Gudehus hofft auf Bewohner aus der Luft

NABU Wedemark. Auch das schlechte Wetter konnte die freiwiligen Helfer des Naturschutzbundes Wedemark kürzlich nicht aufhalten: Im Regen und bei fast eisigen Temperaturen wurde das rund zehn Jahre alte Storchennest vom Stall des Gudehus Hofes in Mellendorf zunächst mit einem Kran vom Dach geholt. Das aus einem Holzgerüst und einem Wagenrad, als Grundlage für das Nest, bestehende Konstrukt konnte dann im ersten Schritt von altem Gestrüpp befreit werden. Der witterungsbedingte Verfall über die Jahre hatte leider in letzter Zeit verhindert, dass ein neues Storchenpaar dort einzog.
Finanzielle Förderung erhielt der Naturschutzbund auf Grund der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität in der Region Hannover von dieser.
Viele handwerklich begabte Helfer schritten nun zur Tat. Circa 33 Zentimeter lange Gewinde, befestigt mit Muttern, dienen als Stabilisierung, um die mitgebrachten Erlenäste ähnlich wie Korbgeflechte als neues Nest aufzubauen. Auch das Innere wurde mit Ästen ausgelegt, auf die eine Schicht Grassonden und abschließend Stroh und Pferdemist folgten, so kann der Nachwuchs weich und wohlbehütet seine ersten Monate verbringen. Um das neue Storchennest als bewohnbar und sicher zu kennzeichnen wurden weiße Farbflecken aufgetupft. So sieht es aus, als hätten dort schon öfter Störche genistet.
Zwar sind bereits viele Zugvögel aus dem Süden zurückgekehrt, doch vielleicht freuen sich noch Nachzügler über das neue Zuhause, spätestens aber im nächsten Frühjahr, sind sich die NABU-Mitglieder und Christian Gudehus sicher, wird das Nest eine glückliche Storchenfamilie aufnehmen, nachdem dieses wieder auf dem Stalldach positioniert wurde.