NAJU entdeckt Lebensraum Streuobstwiese

Die NAJU-Gruppe freut sich über die fertige Insektenherberge. Foto: A. Neuenschwander

Aktionstag kam bei Kindern und Jugendlichen gut an

NAJU. „Hier gibt’s überall was zu entdecken“, stellten die Kids fest, als sie die NABU-Obstwiese mit den alten heimischen Apfelsorten erkundeten. War die Apfelernte in diesem Jahr auch recht bescheiden (über die Ursachen wurde ausführlich diskutiert) so erkannten die Kinder doch, dass eine traditionell angelegte Obstwiese weit mehr sein kann als nur ein Wuchsort für Kernobst. Wenn die vielen Obstbäume blühen, dann wimmelt es nur so von Insekten. Und wenn sie fruchten, wächst ein Nahrungsangebot heran, von dem nicht nur die Menschen köstlich profitieren können. Ein Grund mehr für die Leiterin der Naturschutzjugend, Beate Butsch, in die Insektenkunde einzuführen. Anhand von übergroßen Modellen aus dem Schulbiologiezentrum konnten die Jugendlichen sich den komplizierten Bau dieser faszinierenden Tiergruppe erarbeiten und verstehen, wie unterschiedliche Insektenarten die Bestäubung vornehmen. Getreu dem Jahresmotto „Arten kennen – Arten schützen“ stand an diesem Aktionstag die Artenkenntnis der Tagfalter im Vordergrund und es zeigte sich, dass die regelmäßigen Teilnehmer schon mehrere Schmetterlingsarten kannten.
Dann ging es an die Praxis:Während die Kids Äpfel ernteten, waren die Teens dabei, ein Insektenhotel aufzustellen und mit einer Vielzahl von Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten auszustatten. Patrick und Jakob hatten die Idee, ein Insektenhotel selber zu entwerfen und zu bauen, nachdem sie sich im Internet informiert hatten, worauf es dabei ankommt. Das besondere an ihrem Modell: Das Dach ist als Gründach mit Magerrasenarten bepflanzt und bietet einen besonderen Anziehungspunkt für wärmeliebende Insekten. Als krönenden Abschluss des Tages gab es Apfelkuchen und Apfelmuffins, die zwei Mütter gebacken hatten.