NAJU erforscht das Ökosystem Buchenwald

Das Unsichtbare wurde von Axel Neuenschwander sichtbar gemacht: Er legte ein Bodenprofil frei. Die Kinder und Jugendlichen von der NAJU schauen interessiert zu.
NAJU Wedemark. Die Naturschutzjugend der Wedemark erkundete kürzlich den
Buchenwald an der Jürsequelle. Allen fiel sofort das raschelnde Laub am Boden und der fehlende Bewuchs mit krautigen Pflanzen und Sträuchern im Inneren des Waldes auf. Die Ursachenforschung ergab, dass die Buchen zu wenig Sonnenlicht durchlassen. Beate Butsch erklärte, dass Buchenwälder, die sich seit der letzten Eiszeit entwickelt haben, auf den meisten Standorten in Mitteleuropas das Endstadium der natürlichen Entwicklung darstellen und erläuterte Wechselwirkungen im Ökosystem. Die Kids und Teens überlegten gemeinsam, welche Tiere von Bucheckern leben und wie sie zur Verjüngung im Wald beitragen. So frisst das Wildschwein nicht nur gerne die nahrhaften Samen, sondern betätigt sich durch Wühlen auch als Gärtner, der das Saatbett vorbereitet. Das Unsichtbare wurde von Axel Neuenschwander sichtbar gemacht: Er legte ein Bodenprofil frei, an dem die verschiedenen Schichten deutlich zu erkennen waren. Begeistert wurden Tiere gesucht, in Becherlupen betrachtet, bestimmt und anschließend natürlich wieder genau an ihrer Fundstelle freigelassen. Die Artenliste reichte von Bachflohkrebs bis Spürendem Zangenbock. Die Insektenspezialistin der Gruppe, Jessi, hatte ein beeindruckendes Plakat zum Maikäfer vorbereitet und stellte diesen heute selten gewordenen Käfer vor.
Bei herrlichem Sonnenwetter und dem zartgrün leuchtenden Austrieb der Buchen wurde aber auch über Baumstämme balanciert, getobt und ausgiebig zusammen gespielt.