NAJU Wedemark startet Jahresprogramm

„Die Kiefern müssen raus“ hieß es bei der Aktion im Helstorfer Moor. Foto: Beate Butsch

Mit eigenen Händen etwas zum Erhalt der Tiere und Pflanzen beitragen

NAJU Wedemark. Das Umweltbildungsprojekt 2017 der Naturschutzjugend Wedemark hat das Thema „Arten kennen – Arten Schützen“. Denn nur wer Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensweisen kennt, kann sie sachgerecht schützen. Der erste Aktionsnachmittag im Februar fand im Helstorfer Moor statt. Zum Einstieg erläuterte Landschaftsplanerin Beate Butsch, wie stark der Anteil an Hochmooren in Deutschland zurückgegangen ist. Dieser Lebensraum mit seinen speziell angepassten Tier- und Pflanzenarten ist daher besonders schutzbedürftig.
Weiter informierte sie, dass für die vier an die Wedemark angrenzenden Hochmoore zurzeit ein großes Renaturierungsprojekt läuft – das LIFE+ Projekt Hannoversche Moorgeest.
Den Kindern und Jugendlichen ging es aber an diesem Tag in erster Linie darum, mit den eigenen Händen tatkräftig etwas zum Erhalt der hochmoortypischen Tiere und Pflanzen beizutragen. Mit Astscheren, Sägen und voller Eifer wurden aufkommende Kiefern, die die typischen Hochmoorarten zuschatten, abgesägt und aus der Fläche herausgetragen. Zwischendurch zeigte Eberhard Gärtner, der das Moor und seine Bewohner wie seine Westentasche kennt, dass schon so früh im Jahr moortypische Kleinschmetterlinge fliegen und stellte charakteristische Pflanzenarten vor. Sören bemerkte eine Gruppe in V-Formation fliegender Vögel und erkannte sofort: Es sind Gänse! Durch die V-Formation sparen die Vögel Energie – das ist wie Windschattenfahren mit dem Fahrrad und Valentin ergänzte, dass der Vogel an der Spitze immer wieder abgelöst wird. Besonders viel Spaß machte allen das Verdichten der am Rand aufgestapelten Kiefern. Dieses Naturtrampolin war der absolute Renner.
Am Ende des Aktionstages zeigte ein Blick zurück über die Fläche: Die Kinder und Jugendlichen des NAJU Wedemark haben hier mit dem Entkusseln eines Bereiches richtig was geschafft und einen sichtbaren Beitrag zum Artenschutz gleistet. Kinder und Jugendliche mit Interesse an Natur können über jugendarbeit@nabu-wedemark.de oder telefonisch (0 51 30) 4 06 13 Kontakt aufnehmen und gerne zum Schnuppern probeweise mitkommen.