Peter Sassen zu Gast bei den LandFrauen

Fernsehmoderator und Journalist Peter von Sassen im Gespräch mit Margrid Heuer, Vorsitzende des LandFrauenvereins Wedemark.

Spannende Erzählungen über Wilhelm Busch kamen gut an

LandFrauen Wedemark. Mit viel Humor und spannend erzählte der bekannte Fernsehmoderator Peter von Sassen von Wilhelm Busch den anwesenden LandFrauen. Der Saal in Schlage-Ickhorst war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Am 15. April 1832 wird Wilhelm Busch in Wiedensahl als erstes von sieben Geschwistern geboren. 1841 muss Wilhelm Busch sein Elternhaus verlassen, da nach der Geburt seines Bruders Otto der Platz im Hause nicht mehr ausreicht. Er kommt zu seinem Onkel, dem Pastor Kleine, nach Ebergötzen bei Göttingen. Sein Onkel übernimmt seine Ausbildung in Form von Privatunterricht. Wie Wilhelm Busch selbst sagte, verbrachte er die schönste Zeit seines Lebens, seine Schulzeit in Ebergötzen. Kein Ort war ihm so vertraut wie Ebergötzen. Aus dieser Zeit von 1841 bis 1846 resultierte auch seine enge Freundschaft zum Müllersohn Erich Bachmann, die bis an sein Lebensende Bestand hatte. Aus diesen gemeinsamen Kindheitserinnerungen erwuchs auch die Geschichte von „Max und Moritz“, die wohl zu den bekanntesten auf der Welt zählt. Max in Gestalt des Müllersohns Erich Bachmann und Moritz als Wilhelm Busch. 1847 geht er nach Hannover, dann nach Düsseldorf und später nach Antwerpen. Die Werke der großen flämischen und holländischen Meister des 16. und 17. Jahrhunderts üben einen großen Einfluss auf ihn aus. 1853 erkrankt Busch an Typhus. Er kehrt in sein Elternhaus zurück, um sich von der Krankheit zu erholen. Er sammelt in dieser Zeit Volkslieder, Sagen und Märchen, die bisher mündlich überliefert wurden, um sie aufzuzeichnen und zu veröffentlichen. Busch blieb unverheiratet. Er war nie reich. Er aß gern sehr gut und trank gern. So schrieb er viele Gedichte über Lebensmittel. Seine bekanntesten Werke wurden weltweit in die verschiedensten Sprachen übersetzt. Peter von Sassen würzte seinen Vortrag reichlich mit lustigen Sprüchen von Busch. So wie diesen: „Des Lebens Freuden sind vergänglich, das Hühnerauge bleibt lebenslänglich“. Wie war Busch wirklich? Unglaublich vielseitig, kompliziert, immer korrekt gekleidet, ein komischer Kauz, später alter Griesgram, ein tiefsinniger Mann, ein lachender Pessimist. Er war der große Einsame von Wiedensahl. 1898 zog er mit seiner Schwester Fanny zu seinem Neffen nach Mechtshausen, wo er am 9. Januar 1908 verstarb.