Rettungsaktion des ITV

20 Hunden wurde das Leben geschenkt

Schwarmstedt. 20 Straßenhunden wurde durch eine Rettungsaktion des ITV Grenzenlos das Leben geschenkt. Es war Ende November ein spontaner Entschluss, einen konkreten Beitrag zur Lebensrettung von 20 Streunern aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest zu leisten. Dort herrscht, seitdem infolge einer Neufassung des Tierschutzgesetzes den Bürgermeistern rumänischer Städte das Töten von Hunden erlaubt wurde, der blanke Horror: 65 000 Hunde sind den Hundefängern und dem Straßenmob ausgeliefert. Es vergeht kein Tag, an dem nicht arglose in Häusereingängen, an Tankstellen, in Parkanlagen, auf Fabrikhöfen und in privaten Gärten ruhende Hunde aufs Gröbste mit einer Drahtschlinge erfasst, gewürgt und hochgezerrt in die bereit stehenden Wagen geworfen werden. Sie werden, wenn ihnen nicht schon dabei das Genick gebrochen wird, in städtische Lager – „Tierheime“ genannt – gebracht. Dort herrscht Todesstimmung. Die Hunde sind total geschockt. Sie leiden Hunger und Durst und frieren: Eng zusammengepfercht und mancherorts sogar übereinander gestapelt erwartet sie der Tod. Und dieser Tod ist grausam; er erfolgt ohne medizinische Kontrolle und ist extrem qualvoll.
In Bukarest engagiert sich ein sehr kompetenter Tierarzt (Dr. Rudi Hofmann) für die Straßenhunde und -Katzen. Er leitet ein seriös geführtes Tierheim mit rund 200 Hunden und ein kleines Katzenheim. Die Tierschutzorganisation „Dog Rescue Romania“ unterstützt das Projekt. Aus diesem zurzeit hoffnungslos überfüllten privaten Tierheim im 3. Distrikt von Bukarest dürfen auf Initiative und finanziert durch den ITV Grenzenlos nun 20 ehemalige Streuner ins „Offene Tierheim“ im Westen des Landes, wo (noch) keine Hunde getötet werden – übersiedeln. In diesem von dem englischen Unternehmer Robert Smith gegründeten Tierheim werden sie veterinärmedizinisch versorgt, fotografiert und beschrieben, damit sie auf der Homepage des ITV Grenzenlos (www.itvgrenzenlos.de) vorgestellt und dann vermittelt werden können. Für einige dieser Hunde wird das „Offene Tierheim“ jedoch Heimat bleiben, weil sie zu scheu sind, um in einem menschlichen Zuhause leben zu können. Im „Offenen Tierheim“ leben zurzeit 350 kastrierte Hunde in kontrollierter Freiheit mit medizinischer Betreuung und mit Futter gut versorgt.