Tag der Vereine sehr gut besucht

Bürgermeister Tjark Bartels eröffnete den ersten „Tag der Vereine und Ehrenamtlichen“ in der Wedemark, Dagmar Jansen moderierte die Veranstaltung, bei welcher unter anderem die Referenten Anne Sator, Georg Bänsch und Bernd Ziegler (v. l.) fachliche Vorträ

Vorträge und Diskussionen rund um das Vereinsleben

Bissendorf (ig). Der Zuspruch von Interessierten hatte schon vor Beginn der Veranstaltung des ersten Tages der Vereine in der Gemeinde Wedemark die Erwartungen der Organisatoren übertroffen. Denn schon vor dem Start mussten zahlreiche zusätzliche Stuhlreihen aufgestellt werden. Bürgermeister Tjark Bartels begrüßte die zahlreichen Gäste und freute sich über einen „besonderen Tag, nämlich den Tag der Vereine und Ehrenamtlichen.“ Es sei eine Idee des lokalen Bündnisses gewesen, ein Angebot mit zahlreichen Vorträgen und Informationen zu schaffen, „die einem in der täglichen Vereinsarbeit helfen können.“ An der Vielfalt der Stände, an denen sich Vereine und Institutionen im Foyer des Bürgerhauses präsentierten, „kann man auch die Vielfalt der Wedemark sehen“, so Bartels.
Das Programm, welches die Organisatoren in Form von fachlichen Vorträgen rund um das Vereinsleben und die Tätigkeiten im Bereich des Ehrenamtes erstellt hatten, bot ein informatives Gesamtpaket mit einer Vielzahl von Informationen. Anne Sator ging in ihrem Vortrag „Vereinsmanagement“ auf Probleme ein, die „vielen Vereinsvertretern bekannt sein dürften.“ Sator beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit der Frage, ob es denn wirklich stimmen würde, dass sich immer weniger Menschen ehrenamtlich engagieren möchten. Dass sich jedoch immer mehr Menschen bereit erklären würde, sich ehrenamtlich zu engagieren, zeigte Sator mit Grafiken von Umfragen auf. „Der klassische Vereinsbereich, wie Sport, Freizeit und Gesellschaft ist jedoch rückläufig“, so Sator, „die Bereiche Kinder, Schule, Soziales und Umwelt sind hingegen stark zuläufig.“ Gerade hier würden sich viele junge Familien engagieren. „Und das in modernen Formen wie Interesseninitiativen.“ Die Gesellschaft im Umfeld verantwortlich mitzugestalten sei ein wichtiger Beweggrund, warum sich Menschen ehrenamtlich engagieren würden, betonte Sator. Um Mitgliederverlust im klassischen Vereinsbereich entgegenzuwirken seien Angebote in Form von kurzzeitigen Projekten hilfreich. „Und das dann auch für die Übungsleiter, auch hier ist es einfacher jemanden für kurzzeitige Projekte ehrenamtlich zu motivieren, als für immer.“ Die Förderung gerade vonehrenamtlichem Nachwuchs war das Thema von Georg Bänsch. Dieser stellte eine Aktion des Bündnisses vor. „Biete Weiterbildung-Suche Engagement“ nennt sich die Aktion, an welcher 30 Schüler/innen, Auszubildende und Studenten/Studentinnen im Alter zwischen 18 und 27 teilnehmen können. Diese können ein europaweites Zertifikat über ihre IT-Fähigkeiten erlangen, wie etwa im Bereich der Textverarbeitung, Präsentation, Tabellenkalkulation oder Datenbankanwendung. Vorraussetzung für die Teilnahme an diesem Programm ist die einjährige ehrenamtliche Mitarbeit in einem Verein bzw. Organisation der Wedemark, mit durchschnittlich zehn Stunden im Monat. Diese ehrenamtliche Arbeit wird bescheinigt, und zusammen mit dem Zertifikat über IT-Fähigkeiten kann dies auch ein gelungener Baustein in einer späteren Bewerbungsmappe sein.