Verein präsentierte sich

Schwarze Perlen begeistern auf der Pferd & Jagd

Sie ist der wichtigste Treffpunkt für Reiter und gilt als jährliches Highlight für Pferdeliebhaber: die Messe Pferd & Jagd in Hannover. Zum 30jährigen Bestehen waren in diesem Jahr auch Mitglieder des RFV Elze-Bennemühlen in der Showarena zu bewundern.

Insgesamt 72.000 Menschen hatten trotz Wintereinbruch und sehr schlechten Straßenverhältnissen den Weg zum Messegelände gefunden - von frostiger Stimmung war während des Auftritts der Wedemärker Friesen allerdings rein gar nichts zu spüren! Ein begeistertes Publikum verfolgte gebannt den Auftritt der „schwarzen Perlen“ aus den Ställen van der Wietze, van der Warf und von den Meyerhöfen. Ein ganz besonders schönes Bild ergab sich durch die zeitgleich mit den Reitern in der Halle gezeigten Kutschen, den „Sjees“. Diese klassischen Einachser wurden in Holland seit jeher von Friesen gezogen und für sonntägliche Fahrten zur Kirche genutzt. An der reichen Blattgoldverzierung war der Wohlstand der Besitzer abzulesen. Hoch prämierte Sterwallache zogen das Publikum in ihren Bann und bewiesen unter tosendem Applaus die Vielfalt der modernen Sportfriesen. Doch nicht nur in der Showarena begeisterten die Friesen der Familie Depping. Richard Hinrichs, Präsidenten des Bundesverbandes für klassisch-barockes Reiten Deutschland, zeigte darüber hinaus Deppings „Sorgenkind“ im Aktionszirkel an der Doppellonge. Der sechsjährige Friesenhengst Noach war aufgrund einer schweren Erkrankung zwei Jahre lang nicht einsetzbar gewesen. Nur der fürsorglichen, langjährigen Pflege seiner Reiter und dem guten Zusammenspiel zwischen Tierarzt und Hufschmied hat der kleine Friesenhengst es zu verdanken, dass er am vergangenen Wochenende den Besuchern stolz zeigen konnte, dass sich so manche Mühe und Geduld mit einem Tier auszahlt. Familie Depping zitiert " Man muss sein Leben nicht gleich wegwerfen, nur weil es ein wenig beschädigt ist". Recht haben sie. Neben den Barockreitern war aber auch eine andere Sparte des RFV Elze-Bennemühlen vertreten: Tanja Ehm führte die Besucher der Messehallen in die Wildwest-Variante der Reiterei ein. Auf ihrem neunjährigen Quarter Horse Bob Valdez zeigte sie die spektakuläre Sliding Stopps, bei denen das Pferd mit der Hinterhand fast auf dem Boden „sitzt“ und schnelle Spints - Drehungen um die Hinterhand, die das Bild des Westernreitens prägen. Wer diese Cowboyatmosphäre einmal hautnah erleben möchte, ist herzlich eingeladen bei der Weihnachtsfeier des Vereins am 18. Dezember ab 17 Uhr auf der Reitanlage der Familie Backhaus in Plumhof vorbeizuschauen.