Viele Aktionen beim Bürgerverein Gailhof

Viele Aktive halfen bei der Aktion saubere Feldmark in Gailhof.

Nächster Zeitzeugenbericht ist für 28. April geplant

Bürgerverein Gailhof. Bereits im Februar hat Max Steinborn, der Historiker des Dorfes, seinen Lebensweg von Brandenburg bis Gailhof anschaulich vor einem interessierten Publikum geschildert. Nach einer unbeschwerten Kindheit als Jugendlicher in den Krieg gezogen und allein in ein fremdes Bundesland zurückgekehrt, dann über große Hürden mit viel Fleiß eine Berufslaufbahn in Niedersachsen begonnen und bis zur Pensionierung erfolgreich abgeschlossen. Ein weiter Weg mit Entbehrungen und als einzige Erinnerung an die Heimat eine kleine Metallschachtel mit Nähutensilien, die seine Mutter ihm mit auf den Weg zur Kriegsausbildung gab. Gerade in dieser Zeit mit den Schicksalen vieler Flüchtlinge kommen bei den Betroffenen viele Erinnerungen. Das konnte man auch bei der anschließenden Diskussion in gemütlicher Runde bei einem leckeren Imbiss spüren. Ein gelungener Abend, der am 28. April mit dem gleichen Thema jedoch einem anderen Weg stattfindet.
Bei der Generalversammlung im März konnte sich der Vorstand über 29 interessierte Teilnehmer freuen. Die Tagesordnung wurde obligatorisch abgearbeitet. Außer der Ankündigung der nächsten Veranstaltungen, wie Aktion saubere Feldmark, die Fahrradtour nach Fuhrberg mit Ortsführung und Spargelessen, die Tagesfahrt nach Bruchhausen-Vilsen, Spieleabende, die sich etwas größeren Teilnehmerzahlen erfreuen könnten, sowie der monatliche Nachmittag an jedem zweiten Mittwoch mit unterschiedlichen Angeboten, wie Gymnastik, Lichtbildern oder Filmen, Vorträgen und Besichtigungen, immer natürlich in Verbindung mit Kaffee und Kuchen. Ein blumiges Dankeschön ging hier an Bärbel Abel, die regelmäßig für das leibliche Wohl sorgt und auch seit vielen Jahren die Geburtskinder ab 75 beziehungsweise 80 Jahre besucht.
Ein Thema, das dem Bürgerverein am Herzen liegt, ist die Aufbewahrung der Grabsteine, der abgelaufenen Grabstätten, die nicht verlängert werden. Der Verein strebt hierfür auf dem Gailhofer Friedhof einen Bereich unter der Birke an. Ein Antrag an den Ortsrat wurde bereits gestellt. Für die Gemeinde würden dadurch keine Kosten entstehen, da die Entsorgung beziehungsweise Umsetzung in jedem Fall vom Nutzer getragen wird. Nach der Vorstellung des Vereins sollen die Steine bündig eingelassen werden, um die Pflege in der Rasenfläche zu erleichtern. Traditionen wahren ist ein Schwerpunkt des Vereins und daher hofft dieser auf die Unterstützung von Politik und Verwaltung bei diesem Vorhaben.
Alle Teilnehmer waren inzwischen gespannt auf den angekündigten Film: Auf der Suche nach Paul. Ein berührender Dokumentarfilm, in dem der sich Hans-Peter Lübke nach 50 Jahren auf die Suche nach seinem Freund aus Kindertagen nach Namibia begibt. Er hat ihn dank emsiger Helfer und des dortigen Radiosenders getroffen und die alte Freundschaft wieder aufleben lassen. Die Zuschauer konnten traurige und beglückende Szenen erleben, die sehr ergreifend waren und nachdenklich stimmten. Alle waren begeistert und hoffen auf die Fortsetzung der Geschichte.
Bei der Aktion saubere Feldmark hatten sich 49 Teilnehmer darunter 18 Kinder sowie die Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas am Dorfgemeinschaftshaus versammelt, um gemeinsam Feld und Flur von dem Unrat zu reinigen, der achtlos weggeworfen wird. Ausgestattet mit aha-Beuteln, Handschuhen und Greifzangen machten sich alle auf den Weg. Die gefüllten Beutel wurden vom Abholteam zusammengeholt und das hatte gut zu tun. Gleichzeitig mit dieser Aktion wird auch der Frühjahrsputz am Schützen- und Dorfgemeinschaftshaus gemacht, damit alles wieder frisch aussieht. Gleichzeitig wurden die Bänke gepflegt, der Zaun an der Obstbaumwiese repariert und umsichtig vieles in Ordnung gebracht. So sieht aktive, ehrenamtliche Gemeinschaft aus. Nach getaner Arbeit gab es einen leckeren Erbseneintopf, ein Nudelgericht für die Kinder und vom Ortsrat Eisgutscheine. Alle Leckermäulchen erfreute wieder das Dessertbüfett der Vorstanddamen.