Vortrag bei LandFrauen

Sterben, Tod und Trauer werden gern verdrängt.

LandFrauenverein Wedemark. Der LandFrauenverein Wedemark hatte das Bestatterehepaar Schustereit eingeladen, um über verschiedene Bestattungsarten wie Erd- und Feuerbestattung sowie über die unterschiedlichen Beisetzungsmöglichkeiten in der Wedemark und über alternative Bestattungsformen wie zum Beispiel See- und Baumbestattungen zu berichten. Wie groß das Interesse an diesem Thema war, konnte an der enormen Schaar der Zuhörer erkannt werden. Es waren auch Gäste und Männer gekommen. Im Anschluss an den Vortrag wurden noch viele Fragen gestellt, die geduldig durch das Ehepaar Schustereit beantwortet wurden. Ganz oft wird nicht an einen Sterbefall gedacht. Tritt dieser dann doch ein, sind die Angehörigen aufgrund der Trauer oft unsicher und ratlos. Tritt der Sterbefall zu Hause ein, dann ist als erstes der Hausarzt zu verständigen, der gegebenenfalls den Angehörigen die Todesbescheinigung ausstellt. 36 Stunden darf ein Verstorbener zu Hause verbleiben, damit die Angehörigen genügend Zeit haben, um Abschied zu nehmen. Sollte der Tod im Krankenhaus oder Altenheim eintreten, so darf der Verstorbene durchaus zum Abschied nehmen nach Haus geholt werden. In der Regel bieten Bestatter Platz zum Abschied nehmen an. Tritt der Tod auf öffentlichen Straßen und Plätzen ein, kümmert sich die zuständige Behörde um den Verstorbenen und benachrichtigt die Angehörigen. Im Todesfall werden folgende Unterlagen benötigt, die leicht auffindbar sein sollten: Geburtsurkunde, Stammbuch, Heiratsurkunde oder Familienbuch, ggf. Sterbeurkunde des Ehepartners, Personalausweis, Krankenkassenunterlagen, Lebensversicherungen, Rentenunterlagen, Zusatzrenten, Bestattungs-Vorsorge-Vertrag und Sterbegeld-Versicherung. Egal welcher Bestatter gewählt wird, es wird in der Regel eine sofortige Betreuung im Todesfall übernommen, auch an Sonn- und Feiertagen. Eine komplette Organisation der Trauerfeier und Bestattung erfolgt. Erledigung sämtlicher Formalitäten wie: Terminabsprachen mit Ämtern, Behörden und Kommunen, Terminabsprachen mit Pastoren und Trauerrednern, dem Organisten oder anderen Musikern, Organisation der Kaffeetafel, Beratung bei der Festlegung von Grabstellen, umfangreiche Auswahl von Trauerbriefen und Danksagungenskarten sowie deren Gestaltung. Die Gestaltung der Trauerfeier kann ganz individuell erfolgen. Bei einer Erdbestattung mit Sarg und bei einer Feuerbestattung mit der Urne. Die Atmosphäre der Trauerfeier wird unter anderem auch durch die ausgewählten Blumen und Kränze bestimmt. Bei einer Erdbestattung verabschiedet sich die Trauergemeinde am offenen Grab. Bei einer Feuerbestattung - wenn die Trauerfeier mit Sarg stattfindet - wird die Verabschiedung in der Regel in der Kapelle erfolgen oder der Sarg wird mit dem Auto weggefahren. Bei der Seebestattung muß eine Einäscherung erfolgen. Die Urne kann dann in der Ostsee, Nordsee oder im Mittelmeer beigesetzt werden. Bis zu zwölf Personen können auf dem Schiff mitfahren. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte des Beisetzungsortes. Urnen können auch in Friedwälder oder Ruheforsten beigesetzt werden. Es müssen biologisch abbaubare Urnen sein. Friedwälder sind große staatliche Wälder mit verschiedenen Baumarten in Uetze, Bispingen, Deister oder Lüneburger Heide. Ruheforst ist ein Privatwald bei Wennigsen. Für sämtliche Bewohner der Wedemark oder deren Angehörige sind Bestattungen auf den Wedemärker Friedhöfen erlaubt. Die Mellendorfer Friedhofsgebühren betragen: Doppelgrabstelle 1.600 Euro bei einer Ruhezeit von 25 Jahren, vom ersten Sterbefall zum zweiten Sterbefall muß nachgezahlt werden, für eine Reihengrabstelle 400 Euro, Rasengrab 800 Euro und Platte, Wahlgrab mit Sockel 720 Euro, hierbei ist der Stein nicht enthalten, Urnengemeinschaftsanlage 1.600 Euro. Kosten für Grabarbeiten betragen 560 Euro und für die Nutzung der Kapelle 400 Euro.