Weihnachten erleben mit Kopf und Herz

Gemütlich war die Weihnachtsfeier der Wedemärker LandFrauen im Gasthaus Bludau.

Weihnachtsfeier der Wedemärker LandFrauen im Gasthaus Bludau in Wennebostel

Wennebostel. LandFrauen, die zur Weihnachtsfeier in das Gasthaus Bludau nach Wennebostel kamen, huschte schon mal schnell ein „Oh, wie schön“ über die Lippen als sie den Saal betraten. Der Raum war von den Meitzer Landfrauen mit Tannengrün, Äpfeln, Nüssen und Kerzen so festlich geschmückt worden, dass die Adventsstimmung sich schnell einstellte. Margrid Heuer begrüßte die Frauen im voll besetzten Saal mit einem hübschen Gedicht zur Adventszeit. Daran schloß sich eine Geschichte vom Bleistift an, die eine Großmutter ihrem Enkel erzählte und die fünf Gleichnisse zum Inhalt hatte. Begleitet von drei Mundharmonikaspielerinnen sangen die LandFrauen gemeinsam die Lieder „Alle Jahre wieder“ und „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“. Der Weihnachtsbrief der Bundespräsidentin der Deutschen LandFrauen Brigitte Scherb wurde vorgelesen. Frau Scherb erinnert daran, die nun beginnende Adventszeit als beste Gelegenheit zu nutzen, die Werte zu überprüfen, die unser Leben bestimmen. Wie wäre es mit einer Lebensstiländerung, die Genügsamkeit, Maßhalten, Zeit für Muße und Stille zum Ziel hätte? Wie wäre das Entdecken der Weisheit des „Weniger ist mehr“ und des „Danke, es reicht“? Bevor die Kaffeepause kam, intonierten die Harmonikaspielerinnen die Lieder: „Kling Glöckchen, kling“ und „Laßt uns froh und munter sein“, zu denen alle mitsangen. Dann begab sich die Referentin Frau Walz aus Hameln auf eine weihnachtliche Zeitreise. Erinnern an viele Weihnachten, ja so war es damals. Unsere Erinnerung ist ein Schatz im Wettlauf mit der Zeit. Nur wer sich mit Dankbarkeit erinnert, schöpft Kraft für die Zukunft. Erinnerungen sind die Wärmflaschen der Zeit. Erinnern ist der Augenblick. Die unterschiedlichsten Gefühle gehen uns durchs Herz. Wie war das eigentlich damals? Die Zeitreise ging zurück auf die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Frau Walz berichtete, was in den einzelnen Jahren geschah. 1921 das Insulin erfunden, 1923 Währungsreform. Dann folgten jeweils Rollenspiele der LandFrauen aus den verschiedenen Jahrzehnten. Unter anderem auch aus dem Kriegswinter 1943. Auf Lebensmittelkarten gab es eine Sonderzuteilung von 50 Gramm Kakao. Wir können Marzipankugeln machen, berichteten die Kriegsfrauen und lieferten gleich das Rezept mit. In die 100 Gramm Feldpostpäckchen für die Front gingen gerade 18 Stück. Die Zeitreise ging bis in die heutige Zeit. Nach diesem Vortrag/Dialog sangen die Meitzer Dorfschwalben die Lieder: „Wieder ist Weihnachtszeit, Es beginnt die Weihnachtszeit, Jeder hört einen Engel singen und Weihnacht muss leise sein“.