Weihnachten gestern, heute und morgen

Margrid Heuer (von rechts), erste Vorsitzende des LandFrauenvereins Wedemark,Pastorin Ricarda Rabe vom Kirchlichen Dienst auf dem Lande, und Ursula Wiechmann, zweite Vorsitzende des LandFrauenverfeins Wedemark. Foto: LandFrauenverein Wedemark

Weihnachtsfeier der LandFrauen bei Bludau in Wennebostel

Wennebostel. Was für ein herrlich geschmückter Saal! Mag sich manche der Frauen beim Betreten des weihnachtlich hergerichteten Saales der Gaststätte Bludau in Wennebostel gedacht haben. Mit viel Liebe hatten die LandFrauen aus den Orten Schlage-Ickhorst und Wiechendorf die Tische mit Tannengrün, Kerzen, roten Kugeln und Äpfeln versehen. So ließ die adventliche Stimmung nicht auf sich warten. Margrid Heuer begrüßte alle mit einem sinnlichen Adventsgedicht. Was ist Advent? Dann wurde der Weihnachtsbrief von der Landesvorsitzenden Barbara Otte-Kienast durch Sabine Mohlfeld vorgelesen. Danach trug Gaby Götze ein spaßiges Weihnachtsgedicht vor. Nach der Kaffeepause referierte Pastorien Ricarda Rabe vom Kirchlichen Dienst auf dem Lande über Weihnachten. Gestern gab es Traditionen, heute gibt es Veränderungen und morgen Zukunftsaussichten. Wie gehen die Generationen mit Veränderungen um? Ein Weg zurück vor 50 Jahren. Oma hat Klötze für die Bouillionsuppe gedreht. Unter dem Tannenbaum lagen nützliche Sachen und wenig Spielzeug. Vater bekam SOS = Schlips, Oberhemd und Socken, Mutter einen Zauberstab für die Küche. Die Tochter sagte ein Gedicht auf. Weitere 25 Jahre später mag keiner mehr Kartoffelsalat. Es gibt Fondue. Lebkuchen und Dominosteine isst keiner mehr. Die Adventzeit ist die ankommende Zeit, Fastenzeit, innerlich und äußerlich. Wir haben verlernt zu warten, Geduld zu haben. Genauso erging es den Jugendlichen im Jugendhilfshaus Hamburg. Aus diesem Grund fertigte der Theologe Johann Hinrich Wichern 1839 einen großen Adventskranz mit 24 Kerzen, 18 kleine Kerzen für die Wochentage und vier große Kerzen für die Sonntage. So konnten alle Kinder erkennen, wann ist endlich Weihnachten. Heute sind die Kleiderschränke so voll, dass man nicht mehr alles auftragen kann. Alle haben zu essen und eine warme Stube. Und vor allen Dingen, es ist Frieden. Zum Abschluss sangen die Meitzer Dorfschwalben einige schöne Adventslieder. Ursula Wiechmann sprach die Schlussworte und gab bekannt, dass für den Hilfsfond Wedemärker für Wedemärker insgesamt 526 Euro gesammelt wurden. Nach dem gemeinsamen Lied:" Oh, du fröhliche" ging die wunderbare Weihnachtsfeier zu Ende.