Wochenende der Schützen in der Wedemark

So sieht es aus, wenn in Scherenbostel alle Schießplätze besetzt sind: (v.r.) Elisabeth Giesecke und Walter Kreinhacke, Christian Giesecke, Jürgen Kowahl, Florian Zarske und Steffen Gutowski.Foto: A. Wiese
 
Familie Meyer versucht sich beim Schützenverein Abbensen im Schießen. Heinrich Uelschen (l.) und Jürgen Günther schauen gespannt zu. Foto: A. Wiese

Fünf Vereine öffneten ihre Türen für interessierte Bürger und einige kamen

Wedemark (awi). Die Schützenvereine drücken Nachwuchssorgen, das ist in der Wedemark nicht anders als bundesweit. Darum waren fünf Vereine spontan bereit, sich an der Aktion Wochenende der Schützen des Deutschen Schützenbundes zu beteiligen. Das ECHO sah sich stellvertretend in Scherenbostel und Abbensen an, was die Vereine den Gästen zu bieten hatten. Immerhin 15 Interessierte konnte der Schützenverein Scherenbostel am Sonnabend in der Zeit von 11 bis 16 Uhr begrüßen. Allerdings teilten diese sich auf in acht Gäste bei den Schützen und sieben bei der Bogensparte. Für weiteres Interesse hier noch einmal die Trainingszeiten bei den Schützen: für die Jugendlichen Freitag von 19 bis 20 Uhr, für die Erwachsenen Freitag von 20 bis 22 Uhr. Gäste sind jederzeit willkommen! „Auch bieten wir hier unsere jährlichen Gästeschießen (Dorfpokal, Preisschießen im November und das Ostereierschießen) an“, betonten Ina und Walter Kreinhacke vom Vorstand der Scherenbosteler Schützen. In der Bogensparte findet das Training im Winterhalbjahr von Oktober bis März samstags von 13 bis 15 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr in Mellendorf in der Gymnasiumshalle statt. „Einen Tag der offenen Tür wollten wir sowieso machen, da bot sich dieser gemeinsame Termin an“, erklärt Walter Kreinhacke. Scherenbostel hat über 230 Mitglieder, aber sehr viel weniger, die auch tatsächlich aktiv schießen. Bei der sehr starken Bogensparte sind es über 30, aber bei den Schützen nur zehn bis zwölf im Jugend- und 20 im Seniorenbereich. Ein Kern von acht Schützen beteiligt sich zum Beispiel an Rundenwettkämpfen. „Wir brauchen nicht unbedingt die Leistungssportler, sondern Menschen, die Spaß am Schießsport überhaupt und der Geselligkeit haben, damit alte Traditionen erhalten bleiben“, so Kreinhacke. Der Vorsitzende, der dem Verein jetzt seit vier Jahren vorsteht, kommt aus Bissendorf. „Doch ich habe über 25 Jahre in Scherenbostel gelebt, bin seit meinem 14. Lebensjahr in Schützenvereinen aktiv und hatte schon diverse Posten“, erzählt Walter Kreinhacke. Am Sonnabend machte er gemeinsam mit Ehefrau Ina, seinem Stellvertreter Florian Zarske, Schießsportleiter Christian Giesecke und Frau Elisabeth und den Jugendleitern Christian Cohrs und Steffen Gutowski Dienst. „Vielleicht bleiben von denen, die geguckt haben, ja welche hängen“, so ihre Hoffnung.
In Abbensen öffneten der stellvertretende Vorsitzende Heinrich Uelschen, die amtierende Königin Anneliese Hemme und ihr Mann Bernhard, Schriftführerin Renate Günther und ihr Mann Jürgen sowie Günther Lübbecke, der jahrelang das Amt des Jugendwarts versehen hat, am Sonntagnachmittag die Türen des Dorfgemeinschafts- und Schützenhauses. Sie freuten sich sehr, als mit Familie Meyer gleich zwei Generationen potentiellen Schützennachwuchses auftauchten und die Kinder Jan, Nele und Paul sich begeistert das Lichtpunktgewehr erklären ließen. „Wenn die ganze Familie Spaß am Schießen hat, sind die Chancen gut, dass das was wird“, meinte Heinrich Uelschen zufrieden.