Zwei Vorträge bei den LandFrauen

Iris Fentje von der Landwirtschaftskammer Hannover erzählte den LandFrauen, was in den Notfallkoffer gehört.

Den Umgang mit dem Tod mehr ins Gewissen rufen

Landfrauenverein Elze. Kürzlich hörten sich die LandFrauen zwei Vorträge in Elze an. Zuerst berichtete Frau Mölle aus Elze von ihrem Beruf als Trauerbegleiterin. Seit 2014 ist Frau Mölle mit diesem Beruf selbstständig. Ihre Reden hält sie gern in Plattdeutsch, denn dies ist ihre Muttersprache. Körper, Geist und Seele sollen auch in der Trauer gesund bleiben. Die Seele kommt in der schnelllebigen Zeit in der Trauer nicht schnell genug hinterher, viele Menschen lassen sich oft zu wenig Zeit zum Trauern. Die Trauer ist ein persönliches Thema in Verbindung mit Tod und Sterben. Auch beim Verlust der Gesundheit tritt Trauer auf. Wenn die Ehe zerbricht, kann das die Betroffenenebenfalls in große Trauer stürzen. Trauer und Tod verbindet alle. Irgendwann ist jeder davon betroffen. Der Umgang mit dem Tod sollte mehr ins Gewissen gerufen werden. Den Menschen stehen manchmal Raum und Zeit nicht genügend zur Verfügung. Es gibt nicht auf alle Fragen des Leben eine Antwort. Frau Mölle spricht auch zu besonderen Anlässen wie Taufen oder Trauungen oder der Geburt eines Kindes.
Danach berichtete Iris Flentje von der Landwirtschaftskammer Hannover darüber, was alles in einen Notfallkoffer gehört. Ist der Notfall erst da, hat niemand mehr Zeit, etwas zu unternehmen. Das muss vorher passieren. Die Vorsorgevollmacht bedarf der Schriftform. Sie darf, aber muss nicht notariell sein. Wichtig ist, dass der Bevollmächtigte voll geschäftsfähig ist. Jeder, der älter als 18 Jahre alt ist, sollte eine Vorsorgevollmacht ausgefüllt haben. Die Bevollmächtigten sollten einzelvertretungsberechtigt sein, sonst kann es zu Schwierigkeiten kommen. Die Vorsorgevollmacht ist Pflicht, die Patientenverfügung ist Kür. Es ist gut, wenn der Hausarzt die Patientenverfügung mit unterzeichnet. Muss ein Betreuer bestellt werden, so wird dieser aus dem Vermögen des Betreuten bezahlt. Sofern kein Vermögen vorhanden ist, zahlt das Sozialamt. Wichtig zu wissen ist, wo sich das Familienstammbuch mit der Geburtsurkunde befindet. Ohne Geburtsurkunde gibt es keine Sterbeurkunde. Zweckmäßig ist eine Aufstellung über Abos, Mitgliedschaft in Vereinen, Übersicht der Versicherungen, Regelungen für den Todesfall. Die LandFrauen freuten sich, so viel Wissenswertes zu erfahren.