14 Mann um einen Trichter

Gewaltig: das Unger-Quartett hinter seinen Alphörnern.Foto: O. Krebs

Familie Unger beim "Wir helfen"-Neujahrskonzert voll eingespannt

Langenhagen/Wedemark (ok). Nur für den zweiten Teil des Neujahrskonzerts der "Wir helfen"-Stiftung des Wirtschaftsklubs ist der Theatersaal am Sonntag zur "ungerfreien" Zone erklärt worden. Den übernahmen die Profis von Hannover Brass, legten ein tolles Programm hin. Aber auch der Part der Musikschule konnte sich sehen lassen, und den dominierten eindeutig Fritz, Karl und Max Unger zusammen mit ihrer Mutter Meike an Wald-, Jagd- und dem gewaltigen Alphorn. Vater Manfred, Leiter der Musikschule, übernahm das Moderieren, hatte dabei oft die Lacher aus dem Publikum auf seiner Seite. Und auch die Umbaupause überbrückte Unger gelungen, spielte auf seiner nostalgischen Edison-Walze ein Stück eines professionellen Blasorchesters aus dem Jahre 1912 vor. "Damals gab es noch keine Mikrofone; die Musiker mussten mit 14 Mann um einen Trichter stehen", erläuterte Unger. Da klang das Ensemble Hannover Brass schon etwas anders, und die Musikerinnen und Musiker wurden auch nicht ohne zwei Zugaben entlassen. Viele der Gäste des mittlerweile schon traditionell zu nennenden Jahresauftakts machten sich danach noch nicht auf den Weg nach Hause, sondern führten noch nette Gespräche beim Neujahrsempfang, zu dem auch die drei Bürgermeister Friedhelm Fischer (Langenhagen), Tjark Bartels (Wedemark) und Hendrik Hoppenstedt (Burgwedel) gekommen waren. Und einige ließen sicher auch ein paar Taler für den guten Zweck da – der Vorsitzende Claus Holtmann hatte vorher intensiv für Spenden geworben. Und es hat sich gelohnt: Die Konzertbesucherinnen und -besucher spendeten insgesamt rund 1.400 Euro.