CDU fordert ein Ende des "Stiefkinddaseins"

CDU-Regionsvertreter machten sich bei Manuela Noelte (Zweite von rechts) und Birgit Mierau (rechts) über die Gutzmannschule schlau: Barbara Kursawe (von links), Bernward Schlossarek, Christine Karrasch und Rainer Fredermann. (Foto: O. Krebs)

Diskussion um Neubau der Gutzmannschule geht in den Regionsausschuss

Langenhagen (ok). Für ihn ist es eine "Asbestbutze", der einfach möglichst schnell weg muss. Und er könne auch gar nicht verstehen, warum die Diskussion über den Neubau der Gutzmannschule an der Konrad-Adenauer-Straße schon vier Jahre andauere und noch nichts passiert sei. Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Region Hannover, machte keinen Hehl daraus, wie er das Vorgehen der Regionsverwaltung in dieser Angelegenheit empfindet. Die Förderschulen führten ein Stiefkinddasein, die Diskussion sei ideologisch geprägt. Schlossarek: "Für Berufsschulen ist immer Geld da, nicht aber für die schwächsten Schüler." 36,2 Millionen Euro plus 1,7 Millionen Euro müssen für den Neubau an gleicher Stelle in die Hand genommen werden, am nächsten Dienstag, 11. Mai,  wird im Fachausschuss für Schulen, Kultur und Sport ab 17.30 Uhr über das Thema diskutiert, bevor schon am 25.  Mai eine Entscheidung in der Regionsversammlung fallen soll. Gebaut wird wohl etwa drei Jahre im laufenden Betrieb, das heißt die Sporthalle wird abgerissen und an der Stelle entsteht dann das neue Hauptgebäude und umgekehrt. Für Schulleiterin Birgit Mierau ein Schritt, der überfällig sei. Denn: Die Nachfrage sei steigend, die Eltern wünschten sich diese Schulform für ihre Kinder mit Förderbedarf Sprache. Inklusion an einer allgemeinbildenden Schule sei für sie keine Alternative. Aber auch dort erteilen viele der insgesamt 50 Lehrkräfte der Gutzmannschule als Abordnung eines regionalen Förderzentrums Unterrichtsstunden. Die alte Schule aus den 60er-Jahren - mit Schadstoffen belastet - ist auf eine Zweizügigkeit ausgelegt. Unterrichtet werde aber im Primarbereich dreizügig. Birgit Mierau: "Aktuell haben wir 260 Schüler, im kommenden Schuljahr sind es dann 280 oder 290 in den Klassen eins bis zehn, dazu den Schulkindergarten." Regionsdezernentin und Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, Christine Karrasch, wünscht sich für die Gutzmannschule Planungssicherheit und Zukunftsfähigkeit. Die Schule ist weder Ganztagsschule noch verlässlich, das heißt beispielsweise für die Erstklässler, das sie bereits um 11.35 Uhr Schluss haben. Wichtig sei deshalb auch bei einem Architektenwettbewerb zum Neubau die Fragestellung, wie Schule heute gedacht wird. Nach Auffassung des Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann dürfe sie jedoch weder ideologisch geführt werden noch diskriminierend oder Sabotage grenzend, wie Berndward Schlossarek postulierte. Unabhängig von der Debatte um den Neubau hoffen Birgit Mierau und ihre Stellvertreterin, dass es nach der langen Phase des Home-Schooling bald wieder in halbwegs normalen Bahnen weiterläuft. Gerade, was die Berufsorientierung angehe. "Die Arbeit unser Schülerfirmen liegt brach", sagt Birgit Mierau. Ein Konzept, das ein Herzstück der Gutzmannschule mit einem riesigen Verbreitungsgebiet nördlich von Hannover ist.