Das Fundament für den nächsten Schritt

Die Drittliga-Handballer des TuS freuen sich auf ihre neue Heimspielstätte. (Foto: U. Serreck)
 
Optimale Trainingsbedingungen gibt es auch für die Bundesliga-Turner des TuS Vinnhorst. (Foto: U. Serreck)

TuS Vinnhorst: neue Halle und eigene Handballjugend

Vinnhorst. Für den TuS Vinnhorst beginnt das Jahr mit einem Ereignis, dass seinen Schatten weit voraus wirft.  Die Voraussetzungen für den aufstrebenden Verein im Nordwesten Hannovers könnten kaum besser sein. Im Januar beziehen
die Sportler ihr nagelneues Sportzentrum. Neben einer Sport- und Veranstaltungshalle mit 700 Sitzplätzen beinhaltet der Neubau direkt am Kanal auch eine Trainingshalle für die BundesligaGerätturner, mit festinstallierten Geräten und Schnitzelgruben. Dazu Gymnastikräume, Kraftraum  und Gastronomie-Möglichkeiten. Zudem wird der Vinnhorster Kindertisch, der benachteiligten Kindern, Jugendlichen und deren Familien im Norden Hannovers Chancen bietet, im Gebäude seine neue Heimat finden.
Einen besseren Zeitpunkt für die Fertigstellung könnte es derweil gerade für die Handballer nicht  geben. Die Partnervereine des TuS haben die gemeinsame Jugendspielgemeinschaft, die HSV Nordstars gekündigt. Das heißt der Verein muss nun eine eigene Jugendarbeit aufbauen. „Wir  wollten diese Trennung eigentlich nicht“, sagt Florian Boldt, Sprecher der Handballabteilung, „aber in  jedem Ende steckt auch immer ein Anfang und wir sehen das als große Chance, denn wer die Jugend  hat, hat die Zukunft.“
Dementsprechend haben sich die Verantwortlichen bereits mit dem Bekanntwerden von
entsprechenden Gerüchten zusammengesetzt und in einer Taskforce die Planungen begonnen. Das  neue Sportzentrum spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn mit den beiden Sporthallen direkt  nebeneinander ist der TuS anderen Vereinen, was Trainingszeiten angeht, zweifelsfrei überlegen. „Die  Gegebenheiten, die wir hier haben, sind natürlich überragend“, so Boldt, „vor allem wenn man  bedenkt, was es auch rund um die Hallen noch für Möglichkeiten gibt. Wir haben die drei Beachplätze  und noch jede Menge freie Fläche, und damit haben wir noch einiges vor.“
Eine gute Jugendarbeit ist heutzutage unverzichtbar. Dass dabei wirklich Spieler für die
Leistungsteams des Vereins erzeugt werden, liegt für Boldt noch deutlich in der Zukunft. „Im Moment  haben wir mit Yannik Müßner tatsächlich ein Eigengewächs im Kader der „Ersten“, und der ist auch  Jugendtrainer bei uns. Bis das aber wieder soweit ist, müssen wir schauen. Erstmal wollen wir alle  Jahrgänge und  Altersklassen mit ausreichend Kindern und guten Trainern besetzen. Dann wollen wir  gute Grundlagenarbeit leisten. Wenn dann das eine oder andere Talent dabei rauskommt, werden wir  uns sicher nicht dagegen wehren.
Auch personell sind erste Entscheidungen bereits gefallen. Neue Jugendkoordinatorin wird Cordula Poppe. Als Spielerin war sie lange bei Germania List aktiv und dann unter anderem sieben Jahre bei  den Nordstars als Trainerin. Sie hat eine B-Lizenz und ist Referentin für die Trainerausbildung beim Handball-Verband Niedersachsen. „Cordula war unsere absolute Wunschkandidatin für diese  Position. Sie hat die sportliche Erfahrung, das Engagement und die nötige Gelassenheit. Wir freuen  uns sehr auf die Zusammenarbeit,“ freut sich Boldt auf die Zukunft: „Der ganze Verein ist gerade  dabei, den nächsten Schritt zu machen.“ Das neue Sportzentrum bildet dafür das Fundament.