Der gute Geist Wilhelm

Ehrenamtlich wie kein Zweiter im Schützenwesen engagiert: Wilhelm Fricke. Bereits viermal errang er als Schützenkönig die höchste Ehre in der Schützengesellschaft Langenhagen von 1908. Foto. E.A. Nebig

Engagiert sich stark in der Gesellschaft: Wilhelm Fricke

Langenhagen(ne). Am Haus Nummer 7 in der Langenhagener Otto-Hahn-Straße prangen fünf Königsscheiben der Schützengesellschaft Langenhagen von 1908. Vier von ihnen zeugen davon, dass hier der Schützenbruder Wilhelm Fricke wohnt, vierfacher König der Gesellschaft Die fünfte Scheibe gehört seiner Frau Magda, die so wie er Jubiläumskönig Jubiläumsschützenkönigin des Vereins war. Neben der Ausübung des Schießsports unterstützt sie seit Jahren ihren Ehemann und Schützenbruder bei der Ausübung seiner vielen Ehrenämter. Da ist zunächst einmal im Schützenwesen die unbezahlte Tätigkeit als Hausmeister des Vereins-Schützenhauses an der Grenzheide. Ein Ehrenamt, das Wilhelm Fricke seit 1991 ausübt. In dieser Tätigkeit zeichnet er für die gesamte Liegenschaft der Gesellschaft mit Schützenhaus, Schießständen und Grünflächen verantwortlich.Dennoch nimmt er sich noch immer Zeit für den Schießsport. Mit Erfolg, davon künden neben vielen Preisen die erwähnten Königsscheiben, von denen zwei die Jubiläumsscheiben sind. Wilhelm Fricke ist darüber hinaus gewählter Fahnenträger seines Vereins, in den er 1973 eintrat und sich von Anfang an engagierte. Er war lange Jahre 2. Jugendleiter und ist zur Zeit ehrenamtlicher Fahrer der Damen-Schießsportmannschaft der Schützengesellschaft, die er zu Runden- und anderen Wettkämpfen quer durch Niedersachsen kutschiert. Er betreut zudem seit Jahren die Senioren in der Altschützenabteilung und bereitete bereits 25 Mal die Weihnachtsfeier der Gesellschaft vor. Darüber hinaus gehört er zum Fahnenrott der Standarte der Schützen-Gemeinschaft Langenhagen. Dem deutschen Schützenwesen ist er also in ganz besonderer Weise verbunden.
Doch damit lässt er es aber nicht bewenden. Er gehört aus reinen Traditionsgründen, ohne ein Schützen-Ehrenamt auszuüben, auswärts einem zweiten Schützenverein an, setzt sich für alkoholkranke Menschen im Vorstand der Guttempler ein und leitet seit 1993 einen Seniorenkreis ehemaliger Mitarbeiter eines weltweit bekannten niedersächsischen Automobilkonzerns, um nur Einiges zu nennen. Entspannung findet er als Hobbygärtner in seinem Kleingarten, eine Liebhaberei, die er mit seiner Frau teilt. Offensichtlich hat sein Engagement im Schützenwesen auch seine vier Kinder angesteckt. Sohn Wilhelm war bereits Jungschützenkönig, und vor allem Tochter Monika glänzt als erfolgreiche Sport- schützin. „Wir sind eine richtige Schützenfamilie“, sagt Wilhelm Fricke beim Besuch des ECHO-Mitarbeiters stolz, und Ehefrau Magda nickt verständnisvoll dazu.