Deutliche Aufwertung in der Triebwerkswartung

Die Auszubildenden der MTU Maintenance in Langenhagen mit Vertretern von IHK und MTU. (Foto: D. Lange)

Ausbildung bei MTU mit dem IHK-Gütesiegel „Top Ausbildung“ ausgezeichnet

Langenhagen (dl). Mit der Verleihung des Gütesiegels „Top Ausbildung“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) an die MTU in Langenhagen wurde die Qualität der Ausbildung bei dem Triebwerksspezialisten noch einmal deutlich aufgewertet. Auch in der Außenwirkung, denn die MTU gehört in Niedersachsen laut IHK zu den Spitzenunternehmen der Ausbildungsbetriebe. Niedersachsenweit wurde das Gütesiegel nach eigenen Angaben bisher sechzehnmal vergeben. Ein schönes Geburtstagsgeschenk zumal, denn die MTU Maintenance Hannover feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag am Standort Langenhagen. In der Flughafenstadt stellt sie innerhalb der MTU-Firmengruppe das Kompetenzzentrum für Hightech-Reparaturen ziviler Triebwerke dar. Wer hervorragende Triebwerke entwickeln und warten will, kann das nur mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern, so die MTU. Der Anspruch an eine qualifizierte und zielorientierte Ausbildung ist deshalb hoch, denn Qualität spielt in der Luftfahrt eine übergeordnete Rolle. „Als wir von dem Gütesiegel der IHK hörten, haben wir gleich gesagt: Wollen wir haben“, sagte der Personalleiter der MTU, Christoph Humberg. Noch etwas komme hinzu. Vor dem derzeitigen Hintergrund der Situation auf dem Ausbildungsmarkt werde die Ausbildungsqualität der Betriebe immer wichtiger. „Andererseits wird es für die Betriebe zunehmend schwieriger, geeignete Bewerber zu finden“, beklagte der IHK-Abteilungsleiter Berufsbildung Professor Günter Hirth im Rahmen der Verleihung. Das Gütesiegel solle nicht zuletzt dazu beitragen, die betriebliche Ausbildung zu verbessern. „Aus unserer Sicht ist die Triebwerksentwicklung- und Wartung eine zukunftsträchtige Branche. In der Ausbildung haben wir deshalb den Anspruch, dass unsere Auszubildenden den Abschluss schaffen und übernommen werden“, bekräftigte Christoph Humberg. „Unsere Bewerber sollten naturwissenschaftliche Kenntnisse mitbringen, gute Sozialkompetenzen und nicht zuletzt Begeisterung für die Luftfahrt“, beschreibt Humberg des Anforderungsprofil für Bewerber. Im aktuellen Ausbildungsjahr absolvieren in der hauseigenen Ausbildungswerkstatt derzeit 28 zukünftige Fachkräfte ihre betriebliche Ausbildung. Davon 20 Fluggerätmechaniker, vier Industriemechaniker und vier Fachkräfte für Lagerlogistik. Für den Bürgermeister Mirko Heuer ist die MTU ein bedeutendes Wirtschaftsunternehmen und damit ein wichtiger Arbeitgeber in Langenhagen. „Als Bürgermeister bin ich einfach stolz darauf, ein solches Unternehmen in der Stadt zu haben“. Das Zertifikat sei auch für andere Betriebe ein Ansporn, ihre Ausbildungskompetenzen zu erweitern. Die Luftfahrt steht, wie man weiß, aktuell im Mittelpunkt der derzeitigen Klimadebatte und damit im Fokus des öffentlichen Interesses. So war es nur folgerichtig, dass die erste nationale Luftfahrtkonferenz in Leipzig, bei der sich die Vertreter der Bundesregierung und der Luftfahrtbranche vor einigen Tagen zu einem Meinungsaustausch trafen, von Umweltthemen beherrscht wurde. Auf der Agenda stand unter anderem die gemeinsame Verpflichtung zur Entwicklung neuer Technologien und Maßnahmen für Umwelt- und Klimaschutz, und eine gesamteuropäisch angestrebte Abstimmung zu Fragen der Luftfahrt.