Er will erst einmal ankommen

Wollte eigentlich irgendetwas Kaufmännisches machen: Pfarrer Hsrtmut Lütge. (Foto: O. Krebs)

Pfarrer Hartmut Lütge leitet jetzt neu geschaffenen pastoralen Raum

Langenhagen/Wedemark/Schwarmstedt (ok). Die Landesstraße 190 wird Pfarrer Hartmut Lütge (48) demnächst noch intensiver kennen lernen. Der Mellendorfer wird leitender Pfarrer eines neu zugeschnittenen pastoralen Raums, dem die drei Pfarreien Langenhagen, Wedemark und Burgwedel mit insgesamt fünf Kirchen angehören. Lütge wird jetzt leitender Pfarrer im Gebiet zwischen Eickeloh im Heidekreis als nördlichstem Punkt und dem südlichsten Langenhagener Stadtteil Wiesenau. Lütge, der zu seinem mit seinem Team am Sonnabend, 30. November, um 18 Uhr in der Liebfrauenkirche eingeführt wird: „Ich werde viel unterwegs sein. Aber alles muss schaffbar sein, deshalb brauche ich auch ein gutes Team.“ Das Christsein ändere sich. Es werde nicht nur sonntags in die Kirche gegangen, sondern es liefen auch außerhalb viele Aktionen. „Wir müssen uns einbringen und neu auf bestimmte Dinge schauen“, sagt Lütge. So sei es nicht wesensnotwendig, dass die Priesterweihe mit dem Zölibat verbunden sei. Menschliches Recht könne im Gegensatz zu göttlichem Recht geändert werden.
Der 48-jährige ist in Hildesheim geboren, in Bad Salzdetfurth aufgewachsen und hat dort zunächst die Realschule und dann das Fachgymnasium Wirtschaft besucht. „Eigentlich wollte ich etwas Kaufmännisches machen“, erzählt Lütge im Gespräch mit dem ECHO. Und dann ist es doch katholische Theologie geworden. Lütge hat in Frankfurt-St. Georgen und Bonn studiert, auch noch ein Jahr in der Lebenshilfe mit Menschen mit einer geistigen Behinderung gearbeitet. Für ihn eine Erfahrung fürs Leben. Seine neue Aufgabe lässt Lütge erst einmal auf sich zukommen, zunächst sei zusammen mit seinem Team gemeinschaftliches Ankommen angesagt. Dafür geht es in der nächsten Woche mit allen auf Klausur nach Hildesheim.