Gegen das Ausblenden

Unterschrift gegen das Ausblenden der häuslichen Gewalt: (von links) Gleichstellungsbeauftragte Regina Niehoff, Bürgermeister Tjark Bartels und die stellvertretende Bürgermeisterin Mona Achterberg. (Foto: G. Gosewisch)

Positionspapier gegen häusliche Gewalt unterzeichnet

Mellendorf (gg). „Häusliche Gewalt ist weit verbreitet und findet in allen Bevölkerungsschichten statt“, so die Information aus dem neuen Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in der Region Hannover, das nun von Wedemarks Bürgermeister Tjark Bartels unterzeichnet wurde. Er schließt sich damit der Bestätigung des Papiers durch den Regionspräsidenten Hauke Jagau sowie aller 21 Bürgermeister in der Region Hannover an. „Bei der Suche nach einem Jahresthema haben wir uns in unseren Beratungen auf die häusliche Gewalt geeinigt, es gab einen zufälligen Hinweis auf eine Einzelinitiative eines Unternehmens“, berichtete die stellvertretende Bürgermeisterin Mona Achterberg im Pressegespräch zum Hintergrund. Nun soll das Papier Signalwirkung auch in der Wedemark haben. „Häusliche Gewalt ist in keiner Weise akzeptabel. Jedermann steht in sozialer Verantwortung, sich dem entgegenzustellen“, erklärte Bürgermeister Tjark Bartels im Zusammenhang. Die Gemeinde Wedemark als Arbeitgeber könne da mit gutem Vorbild voran gehen. Schon kleine Signale, wie das Bereitstellen von Telefonnummern der entsprechenden Beratungsstelle Ophelia oder ähnliches, sollen präsenter werden. Was für die Mitarbeiter in der Verwaltung gilt, soll auch in der freien Wirtschaft, in den Unternehmen, Schule machen. Dazu Bartels: „Potenzial für soziale Sensibilität bieten die Mitarbeiter untereinander. Man kann aufeinander acht geben und Kollegen ermuntern, Beratungsstellen aufzusuchen und sich Hilfe zu holen. Die gibt es für Täter und Opfer.“