Gemeinsam Haltung gegen Rechtsextremisten zeigen

Offene Gesellschaft ruft zur Kundgebung gegen die NPD auf

Langenhagen. Die NPD ruft für Sonnabend, 23. November, in Hannover zu einer Demonstration gegen drei Journalisten auf, die seit Jahren im rechtsextremen Milieu recherchieren und darüber berichten. Betroffen ist auch der freie NDR-Mitarbeiter Julian Feldman, der unter anderem für das NDR- Magazin „Panorama“ arbeitet.
Die NPD hat einen Aufmarsch mit mehreren hundert Teilnehmern angekündigt. Die Demoroute steht noch nicht fest, führt aber vermutlich durch die Südstadt in die Nähe des NDR-Funkhauses am Maschsee. Sieben Organisationen, unter anderem das Bündnis „Bunt statt braun“, mobilisieren aktuell zu Gegenkundgebungen. Die Offene Gesellschaft Langenhagen schließt sich diesen Aufrufen an und lädt Interessierte ein, gemeinsam Haltung gegen Rechtsextremisten zu zeigen.
Treffpunkt ist am Sonnabend, 23. November, um 13.30 Uhr am Friedrichswall Ecke Culemannstraße in Hannover. Die Abschlusskundgebung findet um 15 Uhr am Nordufer des Maschsees am Fackelträger statt. Die Aktiven der Offenen Gesellschaft sind an ihren Fahnen und T-Shirts zu erkennen und freuen sich über alle, die mit ihnen auf die Straße gehen.
Das Vorgehen der NPD in Hannover gegen namentlich genannte Journalisten an ihrem Arbeitsort sei bundesweit einmalig und Teil einer neuen Einschüchterungsstrategie der rechten Szene, sagt der Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit. Christiane Eickmann vom Deutschen Journalistenverband in Niedersachsen sieht mit dieser Entwicklung, beginnend bei den Lügenpresse-Rufen von Pegida über gezielte Angriffe auf einzelne Kollegen, einen neuen negativen Höhepunkt erreicht.