Hält die United-Serie in St. Vith?

Sechster Sieg in Folge? United-Coach Martin Kluck (links) sieht sein Team bei den Roller Bulls als Favorit. (Foto: M. Lobback)

Hannover United zu Gast in Ostbelgien / Trainer Kluck peilt sechsten Sieg in Serie an

Auf die Rollstuhlbasketballer von Hannover United wartet eine lange Auswärtsfahrt. Zum Abschluss der Hinrunde ist Hannover United in der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga zu Gast bei den Roller Bulls Ostbelgien. Das Ziel: mit dem sechsten Sieg in Folge Platz drei zu festigen. Spielbeginn in St. Vith ist um 19.30 Uhr.
St. Vith liegt im Osten der belgischen Provinz Lüttich nahe der deutsch-belgischen Grenze. Der Vorletzte hat bislang erst einen Sieg auf dem Konto, den er gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus Zwickau eingefahren hat. Die Roller Bulls bauen ihr Offensivspiel um den athletischen und treffsicheren Lorenzo Boterberg auf. Der belgische Nationalspieler erzielte in dieser Spielzeit bislang 12,8 Punkte pro Spiel und ist damit der einzige Akteur, der zweistellig punktet. Der groß gewachsene Centerhüne Nazif Comor (8,6) und Robby Hulsmans (6,6) unterstützen Boterberg in der Offensive. Insgesamt erzielen die Roller Bulls mit 393 Punkten die mit Abstand wenigsten Körbe in der Liga.
Hannover United hat mit Liga-Topscorer Joe Bestwick, Welt- und Europameisterin Mariska Beijer und Christoph Lübrecht gleich drei große Spieler unter dem Korb entgegenzusetzen. Bestwick (29,8) liegt mit 238 Punkten nur 39 Zähler hinter dem ligabesten Werfer Dirk Passiwan von den Doneck Dolphins Trier auf Platz zwei. Wobei Trier die Hinserie bereits beendet hat und spielfrei ist. Kapitän Jan Sadler (13,1) und Beijer (12,9) liegen noch vor St. Viths Bestem Boterberg.
United-Headcoach Martin Kluck blickt optimistisch auf die Partie in St. Vith. „Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden und die nächsten Punkte einfahren. Die Roller Bulls sind dennoch gerade in ihrer eigenen Halle unangenehm zu spielen, weshalb wir direkt von Anfang an für Klarheit sorgen wollen“, sagt Kluck. „Es macht immer viel Spaß bei den Roller Bulls zu spielen, weil die Halle laut ist und die Zuschauer ordentlich mitgehen. Da freuen wir uns drauf.“
Hannover United muss in Belgien allerdings ohne Alexander Budde und Tobias Hell auskommen. Die Youngster sind vergangenen Montag von Frankfurt ins japanische Kitakyushu geflogen, wo ein Vier-Nationen-Turnier mit der deutschen U22-Nationalmannschaft auf dem Programm steht.