Heidesprinter kommt nur langsam in Tritt

Rauscht auch durch die Wedemark und Langenhagen: der Heidesprinter erixx.Foto: S. Igel

Startprobleme für Erixx/erhebliche Verspätungen bei Privatbahn

Langenhagen/Wedemark (ok). Von der Heidekrücke über den Heideschleicher jetzt doch endlich zum Heidesprinter? Der Start von Erixx im Gleisbett zwischen Buchholz/Nordheide und Hannover sowie zwischen Bremen und Uelzen verlief doch mehr als holprig; Verspätungen waren die Regel. Doch jetzt soll alles besser werden, nach Aussage der Pressesprecherin Simone Heitmann aus Soltau wird mit „Hochdruck an der Optimierung des Fahrplans“ gearbeitet. Was verbirgt sich hinter dem Namen Erixx? Er setzt sich unter anderem aus dem Heidekraut Erika und dem doppelten x für das so genannte Heidekreuz zusammen– die Strecken der Heidebahn von Hannover nach Buchholz/Nordheide und der so genannten Amerikalinie, auf den Erixx bis zu 120 Stundenkilometern Fahrt aufnehmen soll. Das neugegründete Unternehmen – eine hundertprozentige Tochter der Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE) – hatte sich europaweit gegen fünf Mitbewerber durchgesetzt, hat bis Ende 2019 den Auftrag in der Tasche, der von der Landesverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), der Region Hannover und der Freien Hansestadt Bremen vergeben worden ist. Im Stundentakt wird von Buchholz nach Hamburg gefahren; 93 Millionen Euro sind bereits in Modernisierungsmaßnahmen gesteckt worden. Für rund 73 Millionen Euro hat die LNVG 27 neue Triebwagen gekauft, diese an das Unternehmen Erixx vermietet. Auch durch die Wedemark, Kaltenweide und Langenhagen rauscht der Heidesprinter, der schnell beschleunigt. Für einen ECHO-Leser ist er "gefühlt lauter" als sein Vorgänger auf dieser Strecke. Erixx-Pressesprecherin Simone Heitmann widerspricht: „Die dieselbetriebenen Motoren sind sogar leiser als die Modelle der Deutschen Bundesbahnen.“ Das Hauptproblem ist aber sicher nicht die Lautstärke, sondern die Unzuverlässigkeit des Sprinters, der einen klassischen Fehlstart hingelegt hat, so zu sagen im Startblock hängengeblieben ist. Die Ursachen sind aus Sicht des Unternehmens schnell ausgemacht worden – ein Stellwerkproblem, Baustellen und falsch berechnete Rangierzeiten hätten zu den enormen Verzögerungen von bis zu einer Stunde geführt. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten werde der Fahrplan jetzt allerdings eingehalten, heißt es auf der Homepage des jungen Unternehmens.