Hilfe bei der Existenzgründung

Unterstützung für Gründerinnen und Gründer (von links): Thomas Löhr von hannoverimpuls, Niclas Gutzler vom Bauamt Burgwedel, Ralf Meyer (hannvoverimpuls), die Bürgermeister Arpad Bogya (Isernhagen) und Friedhelm Fischer (Langenhagen), sowie die Wirtschaf

Informationsabende in den Kommunen

Region (dl). Als regionale Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft ist „hannoverimpuls“ für Existenzgründerinnen und -gründer sowohl in der Stadt als auch im Umland zuständig. Um diese Aufgabe in Zukunft noch besser erfüllen zu können, wird hannoverimpuls künftig mit den vier Nordgemeinden Langenhagen, Wedemark, Burgwedel und Isernhagen sowie deren lokalen Wirtschaftsförderern intensiv zusammenarbeiten. Als zusätzliche Partner sind außerdem die Bundesagentur für Arbeit, die Sparkasse Hannover und die Volksbank Hannover mit eingebunden.
Im Jahr 2009 gab es in der Stadt Hannover wie im Umland etwa gleich viele Unternehmensgründungen. Thomas Löhr, Projektleiter bei hannoverimpuls, berichtet, dass lediglich etwa die Hälfte derjenigen, die eine Existenzgründung planen, eine Form von Beratung in Anspruch nimmt. Selbst kostenlose öffentliche Beratungsangebote würden nur von jedem dritten Gründer genutzt. Andererseits haben Unternehmen derjenigen Gründerinnen und Gründer, die sich von hannoverimpuls beraten ließen, eine höhere „Lebenserwartung“ aufzuweisen als andere. Aus dieser Erkenntnis heraus wird es neben elf GründungsAbenden in der Stadt Hannover – an jedem zweiten Donnerstag im Monat – weitere vier in der nördlichen Region geben. Gründungsinteressierte nutzen erfahrungsgemäß gerne Infoabende außerhalb der eigenen Gemeinde, um mit ihrer Idee nicht zu früh an die Öffentlichkeit gehen zu müssen.
Langenhagen macht am Donnerstag, 10. März, um 17.30 Uhr im Rathaus den Anfang. Es folgt der GründungsAbend am 31. Mai in Isernhagen und am 13. September in der Wedemark. Der Termin in Burgwedel steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig veröffentlicht. Angesprochen werden Interessierte, die planen, ein kleines Unternehmen im Bereich Dienstleistung, Handwerk oder Handel zu gründen. Erfahrungsgemäß beschäftigen etwa 50 Prozent aller neuen Unternehmen nicht mehr als zwei bis drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ferner richten sich die GründungsAbende an Interessierte, die sich über die Chancen und Risiken der Existenzgründung informieren wollen. Die Veranstaltungen geben nicht nur Antworten auf alle Fragen zum Thema Gründung, sondern informieren auch über Voraussetzungen und mögliche Risiken. Für die künftigen Existenzgründer geht es unter anderem um diese Fragen: Wozu brauche ich einen Businessplan? Welche Fördermittel kann ich bekommen? Wie lerne ich den Markt einzuschätzen und wer sind meine Kunden?
Ralf Meyer, Geschäftsführer von hannoverimpuls, betont, dass die Organistion auch die Fortschritte im Gründungsprozess begleitet und auf diese Weise von den Gründern ein Feedback über den Stand der Dinge und ihre Bemühungen erhält; speziell in der Zusammenarbeit mit Banken, Lieferanten, aber auch den Kommunen. Deren Wirtschaftsförderer wiederum beraten und unterstützen die künftigen Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Suche nach Gewerbegrundstücken und Büros und verhelfen ihnen zu einem Zugang zu wichtigen Netzwerken.
Besonders gute Chancen für Existenzgründer sieht Meyer übrigens in der Sparte Elektro-Mobilität: Elektroautos werden aufgrund zunehmender Rohstoffknappheit künftig immer interessanter, nicht nur für die Automobilindustrie.