„Hochprofessionell in familiärer Einbettung“

Abschied von Dieter Reiss (links) und Begrüßung von Tobias Stolikowski (rechts): Scorpions-Geschäftsführer Jochen Haselbacher fand lobende Worte für die beiden Coaches. (Foto: O. Krebs)
 
Erzählte aus seinem bewegten Eishockeyleben: Ex-Nationalspieler und aktueller Scorpions-Praktikant Christoph Schubert. (Foto: O. Krebs)

Eishockey: Scorpions wollen ihren Saison-Etat um 100.000 Euro erhöhen

Wedemark/Langenhagen (ok). "Dietz" geht, "Stoli" kommt: Scorpions-Geschäftsführer Jochen Haselbacher hat den früheren Cheftrainer Dieter Reiss beim vierten Sponsorentreffen in Mellendorf gebührend verabschiedet. Fünf Jahre lang hat „Dietz“ den Eishockey-Oberligisten gecoacht. Jetzt ist Tobias Stolikowski am Ruder, und Haselbacher hofft zumindest auf ein ebenso langes Engagement bei den Scorpions. Und die Kufenflitzer haben noch eine Menge vor, wollen perpektivisch gern in der DEL 2 demn Puck hinterherjagen. Das geht aber auf keinen Fall ohne Sponsoren. Die Scorpions haben insgesamt etwa 150, die das Team zusammen mit einem Betrag von 600.000 Euro pro Jahr unterstützen. Weitere 200.000 Euro des Gesamtetats kommen aus Zuschauereinnahmen. Haselbacher möchte eine Arbeitsgemeinschaft in Sachen Sponsering ins Leben rufen, um das Ganze noch professioneller gestalten zu können. Zur nächsten Saison soll der Etat dann um 100.000 Euro erhöht werden. Von Bürgermeister und Eishockey-Fan Helge Zychlinski bekam Haselbacher schon attestiert, dass es rund um den Oberlige-Club „ein hochprofessionelles Umfeld in familiärer Einbettung gibt“. Sportlich habe die Mannschaft eine durchwachsene Saison mit Auf und Abs gespielt, letztendlich aber doch das Ziel „Play Offs“ erreicht. Als Highlights hob Zychlinski das fast schon historische 5:0 in Tilburg, aber vor allen Dingen den „Grand Slam“ gegen die „Mannschaft aus der Vorstadt, die nur noch als Punktelieferant taugt“ hervor. Ein Meilenstein dieser Saison, zehn Jahre nach dem ersten und bislang einzigen Meistertitel der Skorpione.
Was die Infrastruktur in der hus de groot EISARENA in Mellendorf angeht, so ist das komplette Dach erneuert, die Photovoltaikanlage allerdings noch nicht angeschlossen worden. Ende April soll es dann aber soweit sein, dass Schwimmbad und Eisstadion mit eigenem Strom versorgt werden können. Zur neuen Saison soll auch die neue Glasbande installliert sein. Und gerade hat der Verein eine nach Worten Jochen Haselbachers „top gepflegte gebrauchte“ Eismaschine gekauft, die früher auch in der Hamburger Color Line Arena zum Einsatz gekommen ist. Offensichtlich ein wahres Schnäppchen, denn statt der sonst üblichen 110.000 Euro mussten die Scorpions nur 17.000 Euro auf den Tisch legen. Jochen Haselbacher: „Jetzt haben wir zwei gute und eine Eismaschine als Reserve.“ Einen Einblick in das Eishockeyleben in den USA und in Kanada gab der ehemalige Eishockey-Nationalspieler Christoph Schubert, der nicht nur fast 400 Mal in der Deutschen Eishockey-Liga, sondern auch mehr als 300 Mal in der stärksten Eishockey-Liga der Welt, der NHL, für die Ottawa Senators und Atlanta Thrashers aufs Eis gegangen ist.
Zur aktuellen sportlichen Situation Mit dem SC Riessersee steht der Traditionsverein des Deutschen Eishockeys als erster Gegner der Hannover Scorpions im Playoff-Achtelfinale fest.
Nach dem Achtelfinalspiel am Freitag, 13. März , um 20 Uhr in Garmisch-Partenkirchen, findet das zweite Playoff-Spiel am Sonntag, 15. März, um 18 Uhr in der hus de groot EISARENA statt.
Nach der aktuellen Empfehlung der Bundesregierung planen die Scorpions momentan mit einer zulässigen Zuschauerzahl von 1.000 Besuchern. Da die Vorgaben der Gesundheitsbehörden aber aktuell nicht eindeutig sind, ist eine Anhebung der aktuell geplanten Begrenzung auch kurzfristig noch möglich.
Aktuelle Infos sind jederzeit abrufbar über die Homepage www.hannoverscorpions.com oder über die offizielle Facebook-Seite der Hannover Scorpions.