Ice-Lions sind Deutscher Meister

Schon zum elften Mal Deutscher Meister: die Ice-Lions aus Langenhagen.

Gerd Bleidorn beendet lange und erfolgreiche Karriere

Langenhagen. Wenn jemand der Garant für meisterliche Leistungen im Eishockey ist, dann die Ice-Lions-Langenhagen. Ihren elften Meistertitel brachten die Ice-Lions am Sonntag bereits vier Spieltage vor dem offiziellen Saisonende unter Dach und Fach. Vor gut 200 begeisterten Zuschauern stellten die Sledgeeishockey-Spezialisten um Kapitän Jörg Wedde noch einmal ihre deutliche Überlegenheit in der Liga unter Beweis. Von Spielbeginn an waren es die Ice-Lions, die die Verfolger der Spielgemeinschaft Bremen/Adendorf unter dauerhaften Druck setzten. Bereits nach knapp einer Spielminute netzte Torsten Ellmer zur frühen Führung ein. Unbeeindruckt davon versuchten die Gäste mit schnellen Kontern das Tor der Langenhagener zu erreichen, scheiterten jedoch häufig bereits im neutralen Drittel. Die dadurch entstehenden Räume nutzte wiederum Udo Segreff, Topscorer der Ice-Lions, um innerhalb von 45 Sekunden gegen Ende des ersten Spielabschnittes auf Vorlagen von Torsten Ellmer und Jörg Wedde den 3:0- Pausenstand herzustellen. Das zweite Drittel war mehr von Strafzeiten denn von Toren geprägt. Die Gäste versuchten nun mit körperlicher Härte gegenzuhalten. Dennoch gelang es Jörg Wedde auf 4:0 zu erhöhen. Nach der zweiten Pause gelang es dem von der Strafbank kommenden Bremer Bas Disveld die Langenhagener Abwehr zu überlaufen und den Ehrentreffer für die Gäste zu erzielen. Goalie Simon Kunst – in dieser Situation chancenlos, – war im übrigen Spielverlauf noch mehrfach gefordert, ließ jedoch mit gekonnte Paraden keine weitere Ergebniskorrektur der Spielgemeinschaft zu. Hingegen durfte sich Spielertrainer Gerd Bleidorn noch über zwei weitere Treffer zum 6:1-Endstand durch Torsten Ellmer und Udo Segreff freuen.
Bleidorn beendete am Sonntag seine aktive Eishockeykarriere. Nach 182 Spielen für die Ice-Lions-Langenhagen (vorher ESC Hannover Scorpions), in denen er mit zusammen 133 Toren und 241 Assists zum Erfolg des Teams beitragen konnte, zieht sich der 53-jährige nach 16 aktiven Jahren aus der Sportart zurück. In Anerkennung seiner Leistungen überbrachte ihm Nationalmannschaftskapitän Frank Rennhack die Berufung zum Ehrenkapitän. Eine Ehrenauszeichnung wurde auch vom Deutschen Rollstuhlsportverband durch Anthony Kahlfeldt überreicht.