Italiens Nationalhymne erklingt in Twenge

Pietro Grandis gewinnt die Meßmer-Trophy, überreicht vom Marc Dennis Münkel. (Foto: S. Hundt)
 
Julia Krajewski siegt souverän beim CCI**. (Foto: S. Hundt)

Pietro Grandis gewinnt die Meßmer-Trophy

Twenge. Als seine Landeshymne gespielt wurde, sah man einen sehr glücklichen Mann, der die Hand auf sein Herz legte: Der Italiener Pietro Grandis, der seit einigen Jahren Bereiter bei Michael  Jung ist, gewann die CCI***-Prüfung „Meßmer-Trophy“ beim 37. Vielseitigkeitsturnier in Langenhagen-Twenge auf dem Pferd Fortune.
„Pietro ist für uns kein Unbekannter. Er reitet sehr gut, auch schon Vier-Sterne, und hat bei  Michael unheimlich viel gelernt“, kommentiert Bundestrainer Hans Melzer. Für Pietro
Grandis, der 2019 schon einmal in Twenge war und auf jeden Fall wiederkommen will, „war es ein sehr gutes, perfekt organisiertes Turnier“ und auch noch aus einem anderen Grund ein glückliches Wochenende: „Ich bin mit meiner Mutter hier. Sie ist mein „No. 1 Supporter“ und hat hier Geburtstag gefeiert“, verrät er strahlend.
Auch der zweite Hauptgewinner des Tages sprach dankbar von seiner Mutter, denn ihr gehört sein Erfolgspferd. Linus Weiss gewann mit dem zwölfjährigen Hannoveraner Wallach Astrello  den Großen Preis der Stadt Langenhagen. Er stammt aus Ludwigsburg bei Stuttgart, war das
erste Mal in Twenge und hat auch das erste Mal eine Drei-Sterne-Vielseitigkeit geritten.
„2018 habe ich begonnen, ernsthaft zu reiten, auf Astrello, der vorher ein reines Freizeitpferd meiner Mutter war.“
Der große Pokal wurde Linus Weiss von Willi Minne überreicht, dem stellvertretenden
Bürgermeister Langenhagens. Er sagte: „Ich freue mich, dass ich in diesem Jahr noch einmal in offizieller Funktion hier sein konnte, denn ich verabschiede mich jetzt aus der
Kommunalpolitik. Aber privat werde dieses schöne und für unsere Region so wichtige Turnier immer wieder gern besuchen.“
Auch am Samstag wurden in Twenge bereits Preise vergeben, für die Prüfungen der CCI**. Es war eine Siegerehrung mit jeder Menge Olympia-Glanz. Gold-Reiterin Julia Krajewski war mit mehreren Pferden angetreten, siegte überzeugend in der ersten Abteilung, Preis der Firma Derby, und benötigte letztlich beide Hände, um die Schleifen für die Plätze eins, zwei, fünf und elf zu halten.
In der zweiten Abteilung CCI**, Preis der Tierarzt24.de, gelangte Anna Lena Schaaf mit Lagona auf Platz eins.  Die glückliche Gewinnerin des Madeleine Winter-Schulze-Sonderpreises für den oder die jüngste Platzierte der CCI**-Prüfung ist die 17-Jährige Hedda Vogler aus Verden mit ihrem  Pferd Niagara de Championette. Sie gewann eine hochwertige Paradedecke und einen Gutschein für ein Trainingswochenende beim designierten neuen Bundestrainer Vielseitigkeit  Peter Thomsen.
Hedda Vogler stand gleich danach noch einmal auf dem Siegertreppchen und erhielt eine
begehrte Schärpe. In Twenge wurden auch die Landesmeisterschaften ausgetragen, und sie siegte bei den Junioren. Platz eins in der Wertung der Jungen Reiter ging an Libussa Lübbeke, vor  Paula Reinstorf. Der Jubel am Tisch der Familie Reinstorf wurde noch größer, als Paula dann  auch noch als neue Regionsmeisterin gekürt wurde.
Bei den Landesmeisterschaften der Reiter (CCI***) siegte Nadine Marzahl vor Andreas
Dibowski und Nicolai Aldinger.
Die Siegerehrung der Landesmeisterschaften wurde von Frau Alexandra Duesmann, der
neuen Präsidentin des Pferdesportverbands Hannover vorgenommen.
Alle Ergebnisse im Detail und alle Listen sind online auf www.rechenstelle.de und stehen
auch zum Download bereit.  „Endlich wieder Publikum“, das war der freudige Kommentar zum erfolgreichen Turnier in  Twenge 2021. Nicht nur die allgemeine Stimmung lebt von begeisterten und interessierten  Zuschauern, sondern auch für die Reiter mag es ein zusätzlicher Ansporn sein, wenn ihnen viele Menschen zuschauen, sie anfeuern und applaudieren.
„Wir freuen uns, dass unser Turnier so gut verlaufen ist, mit hervorragendem Sport und
erfreulicherweise wieder ohne Zwischenfälle. Wir haben mehrmals am Tag den Boden geprüft, vor allem im Gelände, und er hat bestens gehalten. Twenge hatte auch wieder Glück mit dem Wetter, und mit der behördlich angeordneten Zuschauerbeschränkung auf 1000 Besucher pro Tag hat es ziemlich genau gepasst“, kommentiert Veranstalter Marc Dennis Münkel das  Turnier.
Abschließend dankte er ausdrücklich allen Helfern, Sponsoren und Unterstützern, ohne die so  eine Veranstaltung nicht zu organisieren ist und lud alle herzlich ein, im nächsten Jahr wieder nach Twenge zu kommen.