Kirchenkreissynode nimmt die Zukunft in den Blick

Frauke Kiel (von links), Christiane Höppner-Groth, Tilmann de Boer und Michael Brodermanns leiteten die Sitzung der Kirchenkreissynode in der Emmauskirche unter dem Jerusalem-Leuchter. (Foto: A. Hesse)

Wahlen für wichtige Funktionen im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen

Langenhagen/Wedemark. „Am himmlischen Jerusalem arbeiten auch wir hier heute ein kleines Bisschen“: In seiner Andacht zum Beginn der Sitzung der Kirchenkreissynode Burgwedel-Langenhagen lenkte Pastor Rainer Müller-Jödicke den Blick auf den eindrucksvollen Jerusalem-Leuchter, der den Altarraum der Emmauskirche prägt. Unter dem Leuchter nahm das Präsidium der Synode Platz; im Kirchenschiff beteiligten sich mehr als 40 Delegierte aus allen Gemeinden des Kirchenkreises mit gebührendem Abstand zueinander an der Sitzung.
In geheimer Wahl wählte die Kirchenkreissynode Pastor Sebastian Müller aus der Christophorus-Kirchengemeinde Altwarmbüchen in den Kirchenkreisvorstand. Müller rückt als ordiniertes Mitglied für Pastorin Debora Becker nach, die die Wedemark verlässt und mit ihrer Familie in die USA zieht. „Ich will noch einige Jahre für die Kirche arbeiten und freue mich darauf, ihre Zukunft mitzugestalten“, erklärte Müller zu seiner Wahl. Er sei darüber hinaus auch froh, die Region Isernhagen in dem Leitungsgremium vertreten zu können.
Auch im anschließenden Wahlgang stellte die Kirchenkreissynode Weichen für die Zukunft: Sie wählte Karin Ernst, langjährige Kirchenvorstandsvorsitzende und Prädikantin aus der St.-Michaelis-Kirchengemeinde Bissendorf, sowie Frauke Kiel, Leiterin der evangelischen Kita in Engelbostel und Lektorin aus der Kirchengemeinde Elze-Bennemühlen, in den Wahlausschuss zur Wahl einer Superintendentin oder eines Superintendenten. Superintendent Holger Grünjes wird im Dezember aus seinem Amt in den Ruhestand verabschiedet; der Wahlausschuss hat die Aufgabe, das Verfahren zur Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers auf den Weg zu bringen und zu begleiten. Tilmann de Boer, Vorsitzender der Kirchenkreissynode, ist kraft Amtes ebenfalls Mitglied im Wahlausschuss, dem darüber hinaus Mitglieder des Kirchenkreisvorstandes, Regionalbischöfin Petra Bahr und ein Vertreter des Landeskirchenamtes angehören.
Superintendent Holger Grünjes selbst nutzte seine Verabschiedung aus der Kirchenkreissynode zum Blick in die Zukunft: Er nehme die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Evangelischen Jugend und in den Gremien des Kirchenkreises als so präsent wie nie zuvor wahr, das eröffne eine Zukunftsperspektive, die Hoffnung mache. Verbindende Kommunikation, Verbindlichkeit und Netzwerke – das sei es, was gebraucht werde, um Zukunft zu gestalten, so Grünjes. Er blicke dankbar auf acht stürmische Jahre im Kirchenkreis zurück: auf beglückende Erfahrungen in der Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Odi in Südafrika ebenso wie auf Auseinandersetzungen in Leitungsgremien. „Die Corona-Pandemie hat uns die Bedeutung von Beziehungen, von Nähe und Verbindlichkeit gezeigt und ich habe in diesem Kirchenkreis ein wirkliches Miteinander erlebt“, so der Superintendent. „Beheimatung, das sind auch und vor allem gelingende Beziehungen, nicht unbedingt bestimmte Orte oder Gebäude.“
In einem abschließenden Wahlgang bestätigten die Mitglieder den Vorstand der Kirchenkreissynode in seinem Amt: Tilmann de Boer als Vorsitzender und Pastor Michael Brodermanns als Stellvertretung werden das Gremium weiterhin leiten. Bestätigt wurden auch Marion Döring, Christiane Höppner-Groth und Frauke Kiel als Beisitzerinnen. Gemäß Kirchenkreisordnung sind die Mitglieder des Vorstandes nach Ablauf von drei Jahren, also zur halben Amtszeit der Kirchenkreissynode, neu zu wählen.