Kommunale Probleme erfragt

Tjark Bartels (von links) mit Helge Zychlinski, Bissendorfs Ortsbürgermeisterin Christa Bogenschütz und Rüdiger Kauroff im Gemeindehaus in Mellendorf. (Foto: G. Gosewisch)

Landtagskandidat Kauroff will offenen Politikstil pflegen

Mellendorf (gg). Zur Erörterung kommunaler Problemstellungen traf sich nun Garbsens stellvertretender Bürgermeister Rüdiger Kauroff mit Wedemarks Bürgermeister Tjark Bartels. Als Landtagskandidat für den Wahlbereich 32, Garbsen und Wedemark, wollte Kauroff damit ein erstes Zeichen für einen offenen Politikstil setzen. „Der neue Stil der SPD auch auf Landesebene ist es, auf die Kommunen zu zu gehen und deren Probleme mit möglichen Lösungen mitzunehmen, denn die wissen vor Ort selber am besten Bescheid.“ Kauroff betonte, dass es auch seine berufliche Erfahrung als Leiter der Paketzustellung im Frachtzentrum der Deutschen Post in Hannover-Anderten sei, dass Kollegen und Mitarbeiter immer dann am besten an Lösungen arbeiten, wenn sie in alle Probleme, Ansätze und Denkprozesse einbezogen sind.
Einen Katalog mit dringenden Problemen aus Sicht des Bürgermeisters der Gemeinde Wedemark überreichte Bartels an Kauroff: „Diese Liste der Probleme und Fragestellungen würde ich genauso an Kandidaten anderer Parteien überreichen, als Bürgermeister will ich Lösungen dafür unabhängig von der Parteizugehörigkeit erarbeiten.“ Als dringlich enthält die Liste die Probleme zu den Themen Straßen und Wegebau, öffentlicher Nah- und Fernverkehr samt der Y-Trasse, Landesraumordnung, Moorgest und Schule und Betreuung. Insbesondere für letzteres sieht Kauroff für den Landtag seinen seinen thematischen Schwerpunkt, das SPD-Profil der Bildungs- und Sozialpolitik auf Landesebene sei klar: „Die Umwandlung der Schulen zu offenen Ganztagsschulen ist unumstritten, genauso die Abschaffung der Studiengebühren, die ein Volumen von etwa 100 Millionen Euro haben. Klar ist, dass bei Regierungsübernahme mit Blick auf den Haushalt nicht alles sofort zu machen ist. Es geht darum, die Ziele gut umzusetzen.“ Dass in der Wedemark immer wieder kreative Lösungen gefunden werden machte SPD-Ratsfraktionschef Helge Zychlinski im Gespräch am Beispiel des VDSL-Ausbaus deutlich: „Das haben wir mit Engagement hier privatwirtschaftlich realisiert. Fördermittel, die dafür von der derzeitigen Landesregierung zur Verfügung gestellt werden, sind äußerst begrenzt und kaum zugänglich. Es ist eine Luftblase, wenn die CDU-Landtagskandidatin das als Leistung der Landesregierung darstellt.“