Konsequent mit dem siebten Feldspieler

Dritte Handballliga Nord-Ost: TuS Vinnhorst kassiert 26:34-Derbypleite in Burgwedel

Hannover. Hängende Köpfe nach Abpfiff. Der TuS Vinnhorst verliert das Derby gegen die DataLiners Burgwedel deutlich mit 26:34 (12:17). Das gesamte Spiel über fanden die Rot-Blauen nicht richtig ins Spiel und so geht der Sieg verdient an die abstiegsbedrohten Burgwedeler.
In der Anfangsphase hielt der TuS noch mit. Solange der eigene Angriff Tore erzielte blieb das Spiel eng. Denn schnell wurde die Gangart der Gastgeber deutlich. Burgwedel spielte konsequent mit dem siebten Feldspieler und damit hatte Vinnhorst so seine Probleme. Fast jeder Angriff der Hausherren endete mit einem Treffer und als dann ab der 15. Minute auch noch die Abwehr- und Torhüterleistung stabiler wurde, begannen
sie sich abzusetzen. In dieser Phase produzierte der TuS zu viele Fehler und lud die Gastgeber damit zu Tempogegenstößen ein. Burgwedel nutzte das und zog auf 10:6 davon. Kämpferisch kann man den Rot-Blauen nichts vorwerfen, so brachte Milan Mazic seine Farben nochmal auf 8:10 heran, aber im Anschluss gelang den Hausherren ein Drei-Tore-Lauf zum 13:8. Bis zur Pause hielt dieser Vorsprung und mit 17:12 ging es in die Kabinen. Mut machte zu diesem Zeitpunkt das Comeback von Shooter Tim Otto, der ab der 17. Minute zum Einsatz kam und zeigte, warum er so schmerzlich vermisst wurde.
In Halbzeit zwei änderte sich zunächst wenig am Abstand. Immer wenn der TuS den Anschein machte, etwas herankommen zu können konterten die Hausherren teilweise mit Hilfe einiger unglücklicher Schiedsrichterentscheidungen. Zuletzt verkürzten Kai Lemke und Colin Räbiger mit Treffern ins jeweils leere DataLiners-Tor auf 22:26 (48. Minute, aber ein erneuter Drei-Tore-Lauf zum 29:22 bis zur 52. Minute sorgten für die Vorentscheidung. Jetzt versuchte es auch der TuS mit dem siebten Feldspieler, aber die Anstrengung verfehlte durch Fehlwürfe aus guter Position seine Wirkung. So brachten die Hausherren den Heimsieg bis zum 34:26 sicher nach Hause.
Sicher ist diese zweite Niederlage in Folge kein Beinbruch. Zum einen hat Burgwedel zuletzt mit guten Leistungen unter anderem den Tabellenvierten aus Altenholz ebenso deutlich besiegt, zum anderen konnte durch die deutliche Neiderlage der Eintracht aus Hildesheim in Rostock sogar der dritte Platz verteidigt werden. Außerdem merkt man, dass das Fehlen von Hendrik Pollex, mit seiner Ruhe im Angriff und seiner Abwehrstärke schon eine Rolle spielt. Dennoch sollte beim nächsten Heimspiel gegen die HG Hamburg Barmbeck am nächsten Sonnabend um 16 Uhr in der Wendlandhalle mal wieder zwei Punkte her.