Langenhagen – gemeinsam und bunt

Mehr als 200 Menschen waren zum Brunch gekommen. (Foto: A. Hesse)

Mehr als 200 Menschen beim Brunch in der Elisabeth-Kirche

Langenhagen. „Wann macht ihr so etwas wieder?“ Der große Brunch „#langenhagen.gemeinsam.bunt“ in der Elisabeth-Kirche war noch nicht vorüber, da tauchten schon erste Fragen nach einer Wiederholung auf. Mehr als 200 Menschen waren am Sonntagvormittag in die Langenhagener Kirche gekommen, um hier gemeinsam zu essen, miteinander zu reden und zu singen – an einem besonderen Ort.
Sie habe sich schon lange gewünscht, Menschen aus der Stadt zu einem gemeinsamen Essen in der Kirche zusammenzubringen, begrüßte Pastorin Bettina Praßler-Kröncke die Brunch-Gäste. Die zum 150. Kirchweihjubiläum leer geräumte Kirche biete dafür einen wunderbaren Rahmen. Als Mitveranstalterin hatte Praßler-Kröncke die Initiative „Offene Gesellschaft Langenhagen“ ins Boot geholt, die sich seit mehr als zwei Jahren in vielen öffentlichen Aktionen für den Zusammenhalt der Gesellschaft und gegen Ausgrenzung und Herabwürdigung von Menschen engagiert. „Wir sind heute als Veranstalterin gemeinsam mit der Elisabeth-Kirchengemeinde hier, weil bei diesem Brunch genau das passiert, was wir als Initiative uns wünschen: dass Menschen zusammen kommen, miteinander reden, einander wahrnehmen und Gemeinschaft erleben“, begrüßte Andrea Hesse alle Gäste im Namen der Initiative.
Die Tischgesellschaften, die sich für den Brunch in der Kirche zusammengefunden hatten, kamen aus ganz verschiedenen Zusammenhängen in der Stadt: Naturschutzbund NABU und Segelclub Passat, Hausgemeinschaft und ehemalige Krabbelgrupp, Englischkurs und evangelische Jugend, Geflüchtete und Lions Club, Mitarbeiterinnen-Runde und Freundeskreis ... Alle hatten ihre Tische liebevoll gedeckt und dekoriert, sodass die Wahl zum schönsten unter ihnen in einem Publikums-Voting schwer fiel.
Bloody Mary alias Elisa Salamanca, Walk-Act-Künstlerin aus Hannover, verteilte als singende Riesentomate grüne Daumen und Tomaten auf den Augen – Gelächter und Applaus folgten ihr durchs Kirchenschiff. Und dann war da auch noch das bunte Klavier, das die Aktiven der Offenen Gesellschaft in die Kirche gerollt hatten: Begleitet von Bernd Schneider an den Tasten sangen die Brunch-Gäste mit sichtlichem Vergnügen ausgewählte Schnulzen mit.
„Es ist einfach toll, hier in dieser wunderschönen Kirche mit so vielen Menschen zusammen zu kommen“, freute sich eine Besucherin. Einmal mehr zeigte die Elisabeth-Kirche mit diesem Brunch ihre Bedeutung als Kirche in der Stadt, als Ort der Gemeinschaft und der Kommunikation.