„Lebensberatung ist gelebtes Evangelium“

Zwischen zwei Superintendenten: Hans-Günter Schoppa mit Holger Grünjes (rechts) und dessen Amtsvorgänger Martin Bergau. (Foto: A. Hesse)

Leiter der Lebensberatungsstelle wurde in den Ruhestand verabschiedet

Langenhagen/Wedemark. Diesem Arbeitsleben könne man eine Überschrift geben, stellte Superintendent Holger Grünjes fest: „Ein Leben für die Beratung“. In einem Gottesdienst in der Elisabethkirche verabschiedete er Hans-Günter Schoppa jetzt aus seinem Dienst als Leiter der Lebensberatungsstelle Langenhagen in den Ruhestand. Mehr als 25 Jahre hatte Schoppa die Beratungsstelle in Trägerschaft der evangelischen Kirche geleitet – seit Gründung der Einrichtung im Jahr 1994. In seinen Abschiedsworten ging Superintendent Grünjes darauf ein, dass die Verbundenheit Schoppas mit der evangelischen Kirche schon in jungen Jahren gewachsen sei: Zunächst habe er an einen Berufsweg als Pastor gedacht, sich dann aber doch für die Psychologie entschieden. Zum Glück für die Stadt Langenhagen sei dieser Entscheidung nicht der Weg in die klinische Psychologie, sondern in die Beratung gefolgt: Nach ersten beruflichen Stationen in Süddeutschland zog Familie Schoppa nach Hannover und Hans-Günter Schoppa begann in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis und der Stadt Langenhagen mit dem Aufbau der Beratungsarbeit. „Sie haben die besondere Fähigkeit, Menschen in ihren Kompetenzen und Stärken wahrzunehmen“, so Holger Grünjes; diese Fähigkeit habe viel zum Erfolg der Lebensberatungsstelle beigetragen. Der Kirchenkreis sei dankbar für Schoppas verlässliches, zugewandtes und kompetentes Engagement zum Wohle der Menschen: „Lebensberatung ist gelebtes Evangelium.“ In Vertretung für alle Mitarbeitenden der Lebensberatungsstelle dankten auch Martina Ücker, Ilona Sprengel und Bernd Buchholz dem langjährigen Leiter für die guten Arbeitsbedingungen, die er in den vergangenen Jahren geschaffen habe: „Wir arbeiten sehr gerne hier.“ „Es war eine gute Zeit“, blickte auch Hans-Günter Schoppa selbst zurück. Wichtig für ihn sei das Vertrauen im Kirchenkreis und in der Stadt Langenhagen gewesen, verbunden mit großer Freiheit zur Gestaltung seiner Leitungsaufgaben. „Das in der Lebensberatung in Langenhagen Geschaffene wird auch in schwieriger Zeit tragen.“ Nun freue er sich aufs Einkaufen, Kochen und Aufräumen, auf das Notieren von Gedanken – und auf einen intensiveren Kontakt mit Menschen, die keine Klient*innen sind. „Es ist nie zu spät, das zu werden, was du hättest sein können“, schloss Schoppa seine Abschiedsworte mit einem Satz der englischen Schriftstellerin George Eliot.