„Lieber Party als Trauerfeier“

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: Eishockey-Legende Lenny Soccio vom SCL, der Schatzmeister des ECW, Karl Reiffen, und Günter Wentzek, Präsident des ECW. Foto: D. Lange

SC Langenhagen und EC Wedemark suchen Namen für neues Team

(dl). Etliche Fans und auch einige Spieler beider Vereine waren am Freitag nach Wennebostel ins Gasthaus Bludau gekommen, wo Lenny Soccio als Vertreter der Eishockeysparte des SCL sowie der Präsident des EC Wedemark, Günter Wentzek und dessen Schatzmeister, Karl Reiffen sich den Fragen der Fans und der Medien zu dem neuen Kooperationsvertrag zwischen beiden Vereinen stellten. „Wir wollen einfach wieder den Spaß ins Amateur-Eishockey in der Region zurückbringen“, formulierte Lenny Soccio, der künftige sportliche Leiter und mehrfacher Eishockey-Nationalspieler, das gemeinsame Ziel der neuen Spielgemeinschaft, für die noch ein ebenso prägnanter wie aussagekräftiger Name gesucht wird. An der Namensfindung können sich alle Fans und Interessierte in Langenhagen und der Wedemark beteiligen. Die Gründe für eine Kooperation beider Vereine liegen auf der Hand: Der Pool an Spielern und Fans in der Region ist begrenzt, deshalb ist es sinnvoll, die Kräfte, sportlich als auch wirtschaftlich zu bündeln und mit den besten Spielern beider Verein eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu bilden, „die in der Regionalliga eine gute Rolle spielen wird und Erfolg haben kann“, ist Lenny Soccio überzeugt. Für den ECW-Präsidenten Günter Wentzek ist Eishockey besonders in der Region Hannover zwar sehr populär, sei aber immer noch eine Randsportart. Der Spielort für die neue Mannschaft in der Regionalliga wird in der kommenden Saison das Lenny Soccio Ice & Event Center sein, direkt neben dem S-Bahnhof Langenhagen-Mitte, und trainiert wird weiterhin im Ice House in Mellendorf unter dem letztjährigen Trainergespann des SCL, Mario Breneizeris und Björn Naujokat. „Aufgrund der guten Verkehrsanbindung, gerade mit der S-Bahn, sollte das für unsere Fans eigentlich kein Problem sein“, ist Wentzek überzeugt, „aber wir werden die Entwicklung beobachten und den Spielort jährlich neu ausschreiben.“ Ein möglicher künftiger Aufstieg in die Oberliga ist zwar nicht ausgeschlossen, „aber auch nur, wenn die sportlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen“, so ECW Schatzmeister Karl Reiffen. Deshalb bemühen sich auch die Vertreter beider Vereine, allzu optimistische Erwartungen der Fans so gut es geht zu dämpfen. Sie sind sich darin einig, dass es für eine Amateurmannschaft keinen Sinn hat, sich in der Oberliga ständig von den Profiteams vom Eis schießen zu lassen. „Lieber Party in der Regionalliga als Trauerfeier in der Oberliga“. Für beide Kooperationspartner geht es erst einmal darum, eine erfolgreiche Regionalliga-Saison zu spielen, den Nachwuchs zu fördern und die Fans beider Vereine für das neue Team zu begeistern, um so eine Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft zu bilden.